Anders als andere Frauenbücher: Fremdkörper von Miriam Pielhau

Bild: Goldmann Verlag

Viele Frauenbücher lassen sich in die Rubrik "leichte Kost" einordnen. Da gehts um Liebe, Freundschaft, Hass, ein wenig Dramatik und am Schluss ist in der Welt der Frauenbücher meist wieder alles im Lot. Anders bei diesem Lesestoff, der wirklich unter die Haut geht. "Fremdkörper" heisst das Buch, in dem sich die Fernseh-Moderatorin Miriam Pielhau ihren Frust von der Seele schreibt. 

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Anfang 2008 wurde bei ihr eine Diagnose gestellt, die ihr Leben auf den Kopf stellte. Brustkrebs. Mit 32. Sie ist schockiert, fängt dann aber an zu kämpfen und nimmt dabei das ganze medizinische Programm mit Operation, Bestrahlung und Chemotherapie auf sich. Das Buch führt uns als Leser Schritt für Schritt durch die Therapie, mit all den tiefen Ängsten und Nöten, denen sich Miriam Pielhau stellen musste. Und sie ist hart zu sich selbst. Um nicht mitzuerleben, wie die langen braunen Haare langsam aber sicher durch die Chemotherapie ausfallen, rasiert sie sich eine Glatze, als das erste Büschel Haare ausgeht. Sie gibt ihr Lauftraining nicht auf, und - sie kämpft.

Das Buch hebt sich durch die Thematik Brustkrebs eindringlich von der Oberflächlichkeit vieler Frauenbücher ab. Nicht nur für Frauen, die betroffen sind, sehr zu empfehlen! Nicht umsonst ist die Erstauflage innerhalb von drei Tagen restlos vergriffen gewesen. Es macht Mut wie eine beste Freundin und zeigt, dass positive Energie und Willenskraft manchmal Wunder verbringen können. Denn heute ist Miriam Pielhau wieder gesund, und nicht nur das -  im Mai 2012 ist sie Mutter einer süßen kleinen Tochter geworden.

 

"Fremdkörper" ist beim Goldmann Verlag zum Preis von 8,99 Euro (Taschenbuchausgabe) erschienen und gehört für die amenita-Redaktion ganz klar zu den Top Büchern in der Kategorie Frauenbücher für Herz und Seele.

 


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