Crash Diät – der große Schwindel

©Aleksei Potov - Fotolia.com

Ach, hört sich das nicht herrlich an: mit einer Crash Diät innerhalb einer Woche rund sieben Kilo um die Hüften verlieren und so ratzfatz die perfekte Bikinifigur für den anstehenden Sommerurlaub bekommen?! Ja, zumindest wenn Sie nach der Crash Diät nichts gegen neue Falten, brüchige Knochen und noch mehr Gewicht auf den Rippen einzuwenden haben.

Anzeige

Der Jo-Jo Effekt

Bei dem ersten prüfenden Blick auf die Waage scheinen die Pfunde bei der Crash Diät schneller zu purzeln, als das man sie zählen kann. Aber dieser Schein ist trügerisch! Nach der Crash Diät kommt es nämlich so richtig dicke, denn man steuert geradewegs einen Jo-Jo-Effekt an und schadet seiner Gesundheit.

Was macht der Körper bei einer Crash Diät?

Während der Crash Diät erhält der Körper extrem wenig bis gar keine Nahrung, was zu einer Drosselung des Stoffwechsels führt. Der Körper schaltet auf Sparflamme, um sich vor einer vermeintlichen Hungersnot zu schützen. Nur so kommt er mit einer deutlich geringeren Kalorienzufuhr pro Tag aus. Um den Körper aber weiterhin mit Energie versorgen zu können, bedient er sich hierfür bei unseren Muskeln und zieht Kalzium aus den Knochen. Der schnelle Gewichtsverlust bei einer Crash Diät ist somit auf den Abbau wertvoller Muskelmasse und auf die Reduzierung der Knochendichte zurückzuführen. Aber auch die Wasserreserven der Körpers werden aufgebraucht. Und hier lässt die nächste Horrormeldung auch nicht lange sich warten: durch die Verbrennung von Eiweiß aus den Muskeln, der vitamin- und mineralstoffarmen Ernährung und den Abbau der Wasserdepots wird das Bindegewebe geschwächt, altert die Haut vorzeitig und wird als Folge schneller faltig.

Aber die eigentlichen Gegner, die Fettzellen, lässt die Crash Diät vollkommen kalt und sie machen es sich auf der Hüfte weiterhin gemütlich. Und sobald der Körper wieder Nahrung in gewohnten Mengen erhält, bekommen sie viele neue Freunde dazu. Denn um gegen die nächsten mageren Zeiten vorzubeugen, lagert der Körper noch mehr Fettdepots als Energiereserve an. So sitzen die abgehungerten Kilos schnell wieder auf den Rippen. Es kann sogar passieren, dass man nach der Crash Diät noch mehr wiegt als vorher, da der Körper noch einige Zeit weiter auf Sparflamme läuft und währenddessen so viele Fettreserven wie möglich ansammelt. Das mag früher über so manche Hungersnot hinweggeholfen haben, doch heute wirkt sich dieses körpereigene Notfallprogramm eher negativ auf unsere Traumfigur aus.

Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es noch weitere Nachteile der Crash Diät. Durch das Hungern fühlt man sich nach einer kurzen Zeit nur noch schlapp und unkonzentriert, auch Schwindelgefühle und Übelkeit können auftreten. Die mangelnde Nahrungszunahme führt unweigerlich zu unangenehmen Mundgeruch und auch Verdauungsschwierigkeiten werden gefördert.


Und nun?

Die Crash Diät ist also keine Wunderwaffe, um Fettpölsterchen aufzulösen – vielmehr richtet sie mehr Schaden an, als das sie wirklich hilft abzunehmen. Sie sollten deswegen auf eine Crash Diät verzichten und stattdessen versuchen langsam und dauerhaft abzunehmen, indem Sie Ihre Ernährung umstellen und Ausdauersport betreiben, wie zum Beispiel Joggen. So können nämlich neue Muskeln aufgebaut werden, die sehr aktive und effiziente Fettverbrenner sind. Zwar verschwinden die Pfunde so deutlich langsamer als bei einer Crash Diät, dafür kommt es aber zu keinem Jo-Jo-Effekt und Sie nehmen gesund und dauerhaft ab.

 

 

Diesen Artikel bewerten:
(0)

Was meinst du zum Thema?

comments powered by Disqus