Warum für Tabletten zahlen - Über 12000 Medikamente ohne Zuzahlung

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Clevere Kassenpatienten haben sich im Verlauf der letzten 1 ½ Jahre zu wahren Medikamente- Schnäppchenjägern entwickelt. Seitdem im Sommer 2006 das sogenannte "Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz" (was für ein unverständliches Wort) seine Auswirkungen zeigt, sind in den Apotheken über 12.000 rezeptpflichtige Medikamente ganz ohne Zuzahlung zu haben.

Den Verbraucher freut's, er geniesst und spart. Schließlich ist das Gesetz mit dem sperrigen Namen ganz in seinem Sinne. Statt teurer Medikamente sollen Ärzte mehr günstige Alternativen verschreiben, so die Absicht der gesetzlichen Krankenkassen. Unterschreitet das verschriebene Medikament eine bestimmte Preisklasse, wird es in der Apotheke ohne Zuzahlung, also quasi kostenlos, an die Patienten abgegeben.

Patienten, die Geld sparen wollen, können sich online eine Liste aller Arzneimittel ohne Zuzahlungspflicht anzeigen lassen. Die von den gesetzlichen Krankenkassen zusammengestellte Liste wird vierzehntägig aktualisiert.




Steht der Besuch beim Arzt an, lohnt es sich, den Doktor auf Medikamente ohne Zuzahlung anzusprechen. Ärzte und Apotheker haben einen direkten Zugriff auf eine Liste dieser Präparate. Leider gibt es nicht für jede nötige Arznei eine ebenso wirksame Alternative ohne Zuzahlungspflicht. Dann bleibt uns gesetzlich versicherten Verbrauchern nur noch, die bittere Pille der Rezeptgebühr zu schlucken.

Seit der Gesundheitsreform 2004 müssen Patienten für verschreibungspflichtige Arzneimittel einen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent des Packungspreises, aber mindestens 5 und höchstens 10 Euro aus ihrer privaten Tasche zahlen.

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