Wenn Kleidung stinkt, Finger weg

Bild:© Piotr Marcinski - Fotolia.com Kleidung riecht

Wenn Kleidung stinkt wie eine ganze Chemiefabrik, heißt es: Finger weg! Sind Dir beim Shoppen schon hin und wieder Klamotten mit unangenehmen Gerüchen aufgefallen? Dann solltest Du sie im Laden hängen lassen, ganz egal, wie angesagt das fragliche Teilchen auch ist. Der unangenehme Geruch ist nämlich ein Warnsignal und deutet auf Schadstoffe hin, die Deine Gesundheit ernsthaft gefährden könnten.

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Immer der Nase nach!
Natürlich heißt das nicht, dass Deine Klamotten in Zukunft geruchlos sein müssen: Wenn Du Dir eine Lederjacke kaufst, darf die natürlich auch nach Leder riechen. Misstrauisch solltest Du allerdings werden, wenn Kleidung einen stechenden Geruch verströmt oder auffallend künstlich riecht. Du kannst Deiner Nase vertrauen: Sagt sie nein, weil die Kleidung stinkt, dann ist die schicke Farbe, die Dir so gut steht, wahrscheinlich nicht unbedingt gesundheitsfördernd.


Gefährliche Stoffe in Billig-Klamotten
Leider kommt es immer wieder vor, dass Kleidung, die stinkt, allergieauslösende Stoffe oder Schadstoffe enthält. Diese Schadstoffe können beispielsweise Hormone negativ beeinflussen oder sogar Krebs erregen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Mode möglichst billig hergestellt werden soll und die Produktion deshalb in Länder ausgelagert wird, in denen an Produktionsbedingungen und Produktsicherheit kaum Ansprüche gestellt werden. Vor allem diese billig produzierte Kleidung riecht dann auch unangenehm nach der dafür verwendeten Chemie.


Wie verlässlich sind Gütesiegel?
Wenn Du Dich vor gefährlicher Kleidung schützen willst, kannst Du auf Gütesiegel achten, die die Kleidung als schadstoffarm kennzeichnen. Hundertprozentig verlassen solltest Du Dich auf diese Siegel allerdings nicht, vor allem dann, wenn nicht klar ist, wer sie aufgrund welcher Kriterien vergeben hat. Auch angesichts von Siegeln gilt also, dass Du Kleidung, die stinkt, besser meiden solltest.


Die RAPEX-Datenbank
Um Dich über gefährliche Kleidung genauer zu informieren, kannst Du auch die Informationen der RAPEX-Datenbank nutzen. RAPEX ist eine Abkürzung für "Rapid Exchange of Information System" und dient dazu, innerhalb der EU Informationen über Rückrufaktionen und Produkte mit gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffen oder technischen Defekten auszutauschen. Dabei erfasst die Datenbank neben Kleidung auch Kosmetik, Kinderspielzeug oder Elektrogeräte. Die aktuellen RAPEX-Reports werden wöchentlich von der Europäischen Kommission veröffentlicht.

Hier gehts zur RAPEX-Datenbank


Was Du sonst noch tun kannst
Grundsätzlich ist es ratsam, auf Billigprodukte zu verzichten, denn die können nicht nur Deine Gesundheit gefährden, sondern werden meist auch unter sehr schlechten Bedingungen hergestellt. Achte also beim Shoppen auch ein bisschen auf die Qualität – und frage ruhig mal nach, wie es denn mit möglichen Schadstoffen in den Klamotten aussieht. Vor allem aber gilt: Wenn Kleidung stinkt, kommt sie nicht in die Einkaufstüte!



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