Wetterfühligkeit? Nicht mit mir! Hier wird Ihnen geholfen

Bild:©konradbak - Fotolia.com

Ignaz, Diemut und Quentin sind für Menschen mit Wetterfühligkeit echte Quälgeister. Die Tief- und Hochdruckgebiete mit den charmanten Namen sorgen für  Temperaturänderungen und Luftdruckschwankungen. Das können Wetterfühlige so gar nicht leiden. Sie bekommen Kopfschmerzen, leiden unter Schlaflosigkeit oder Schwindel. Je launischer das Wetter ist, desto launischer werden auch wetterempfindliche Menschen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Menschen mit Rheuma haben bei Kälte noch stärkere Gelenkschmerzen. Wie können Wetterfühlige sich nun selbst helfen?

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Durch Abhärtung wird Frau stark. Nur wenn man sich den Temperaturänderung regelmäßig aussetzt, hat der Körper eine Chance, sich an sie zu gewöhnen. Das bedeutet also, mindestens einmal am Tag spazieren gehen. Diese Methode der Abhärtung ist für die meisten mit Wetterfühligkeit am besten in den Alltag zu integrieren. So etwas Barbarisches wie Wechselduschen können die meisten Warmduscher dann doch wirklich nicht durchziehen. Bei aller Liebe! Aber sie helfen auch. Hilfe bekommt Frau jetzt auch im Internet. Und zwar auf der Webseite menschenswetter.de.

Auf dieser Seite tummeln sich Wetterfühlige und solche, die es nicht werden wollen. Hin und wieder leichte Kopfschmerzen bei plötzlichem Wetterwechsel? Auf der Internetseite kann Frau in ihrem persönlichen Wettertagebuch solche Beobachtungen festhalten. Dafür muss sie sich nur kostenlos registrieren. Nach ungefähr 80 Einträgen im Tagebuch kann das Portal feststellen, ob die Userin zum Club der Wetterfühligen gehört oder nicht. Die Einträge werden nach der Postleitzahl und dem Wetter vor Ort abgeglichen. Das Portal braucht so viele Einträge, weil es die Wetterinfos über einen relativ großen Bereich mit den Beobachtungen der Userin abgleichen muss. Und einen wissenschaftlichen Zweck hat das Ganze auch: Wenn die Userin zustimmt, dass ihre Daten anonymisiert an den Deutschen Wetterdienst geschickt werden können, kann dieser die wissenschaftliche Arbeit über Wetterfühligkeit mit Daten versorgen.

Die Vorhersagen von Menschenswetter.de sind kein Hokuspokus. Die Abteilung Medizin-Metereologie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) arbeitet mit den Betreibern der Internetseite zusammen. Diese Abteilung verfolgt schon seit Jahrzehnten das Phänomen Wetterfühligkeit. Auf der Basis der Erkenntnisse der Wetter-Experten beim DWD erstellt Menschenswetter.de vorhersagen über die Auswirkung des Wetters auf das Auftreten bestimmter Erkrankungen oder Beschwerden. Dafür gibt die Benutzerin ihre Postleitzahl auf der Startseite ein und wählt aus der Liste der möglichen Beschwerden eine aus. Leidet Frau beispielsweise unter niedrigem Blutdruck, dann kann sie "Mattigkeit und Schwindel" oder "Kopfschmerzen" aus der Liste auswählen. Das Portal spuckt dann als Ergebnis aus, ob das Wetter der Userin zusetzen wird oder nicht.

Wichtig zu wissen, ist dass die Daten im Wettertagebuch im Ärzte-Forum der Seite als Diskussionsgrundlage verwendet werden. Deshalb wird Frau bei der Anmeldung auch nicht nach einem Namen gefragt. Die E-Mail-Adresse, die abgefragt wird, wird nur dafür verwendet, wenn die Userin ihr Passwort vergessen sollte. In dem Forum werden neue Erkenntnisse zum Thema Wetterfühligkeit gewonnen: So trägt das Wettertagebuch ein Stückchen zur Wissenschaft bei!

Hier gehts zu "Menschenswetter".



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