Unzufrieden im Job? - Innere Kündigung ist keine Lösung

Bild:© Anna-Lena Thamm/photocase.com

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Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Job? Wenn ja, sind Sie laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes leider in guter Gesellschaft. Immerhin jeder 3. Arbeitnehmer in Deutschland gibt seinem Arbeitsplatz die Note mangelhaft.

Die Gründe sind vielfältig und reichen von schlechter Bezahlung, unfähigen, ungerechten Chefs bis hin zu fehlender Anerkennung. Doch was tun, wenn die unbefriedigende Situation von Dauer ist und die eigene Stimmung so langsam in Frust und Resignation umschlägt.

Eine Kündigung kommt für viele Betroffene aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Stattdessen wählen sie den stummen Protest und flüchten sich in die sogenannte "innere Kündigung". Frei nach dem Motto: "Das haben die jetzt davon, wenn sie meine Arbeitskraft nicht schätzen, dann mache ich eben nur noch die Hälfte" leisten ehemals voll motivierte, loyale Mitarbeiter heimlich nur noch das Allernotwendigste. Stillschweigend schrauben sie ihr Engagement zurück und machen nur noch Dienst nach Vorschrift.

Das alles geschieht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern ist das Ergebnis eines langen schleichenden Prozesses. Fehlende Anerkennung, schlechtes Betriebsklima, Stress, niedrige Löhne und zu wenig Lob durch unfähige Chefs, verbunden mit dem Gefühl, nichts an der Situation ändern zu können, bieten den besten Nährboden für die innere Kündigung.

Doch so ein innerer Rückzug kann auch nach hinten losgehen. Indem Sie sich zwingen, Ihr Engagement zurückzuschrauben, schaden Sie als Arbeitnehmer im Zweifel nicht nur dem Unternehmen, sondern insbesondere auch sich selbst. Wer gegen die eigene innere Einstellung lebt und sich im Beruf nur noch mit halber Kraft einbringt, schiebt nicht nur Frust, sondern braucht auch jede Menge Kraft. Man denke nur mal an die Anstrengungen die nötig sind, um den erlahmten Arbeitseifer vor den Vorgesetzten zu verbergen.

Um besser gar nicht erst in diesen schlimmen Kreislauf zu kommen, sollten Sie bei Unzufriedenheit unbedingt rechtzeitig das Gespräch mit Ihrem Chef suchen. Dann heisst es aber auch, Konsequenzen zu ziehen, sollten Sie auf taube Ohren stoßen und sich keine Änderungen ergeben.

Experten der Heidelberger Fachhochschule haben unter der Internetadresse innerekuendigung.de zahlreiche Infos zum Thema zusammengetragen. Interessierte können an einer Umfrage teilnehmen und erhalten Hilfe zu Ursachen und Auswegen.

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