Zweitjob erhöht das Einkommen - Immer mehr verdienen dazu

Bild:©Yuri Arcurs - Fotolia.com

Ein Zweitjob bringt mehr Geld in die Haushaltskasse. Und Geld macht glücklich. Nur ungern stimmt Frau dieser Platitüde zu. Nur leider ist sie wahr. In Deutschland hat sich den letzten zwei Jahren die Zahl der Menschen, die einer Nebentätigkeit nachgehen, vervierfacht. Besonders Menschen mit einem geringen Monatseinkommen von circa 1.000 Euro bessern Ihre Haushaltskasse mit einem Nebenjob auf. Und das ist auch nur allzu verständlich. Nur die wenigsten haben in ihrem Beruf attraktive Aussichten auf regelmäßige Gehalterhöhungen. Ganz nebenbei steigen aber die Lebenshaltungskosten, ohne Erbarmen. Und dann will sich Frau ja hin und wieder auch mal etwas gönnen.

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Bei einem Zweitjob müssen Sie aber das ein oder andere beachten. Durchstöbern Sie einmal Ihren Arbeitsvertrag, lesen Sie auch das Kleingedruckte. Dort finden Sie in den meisten Fällen, dass Sie Ihr Nebeneinkommen bei Ihrem Arbeitgeber angeben müssen. Diese Klausel ist in Ihrem Arbeitsvertrag, weil das Thema Zweitjob nicht eindeutig im Arbeitsrecht geregelt ist. Aber keine Angst, Sie befinden sich nicht in einer Grauzone, in der Ihr Arbeitgeber nach Gutdünken entscheiden darf. Zunächst einmal steht Ihnen nach Artikel 12 des Grundgesetzes das Recht auf eine freie Berufswahl zu. Der Nebentätigkeit steht also nichts im Wege. Ausnahmen: Der Nebenjob ist bei einem Konkurrenzunternehmen; Ihr Hauptjob leidet unter dem Nebenjob und Sie werden voraussichtlich mehr als 48 Stunden in der Woche arbeiten. Wenn eine dieser drei Bedingungen zutrifft, kann Ihr Hauptarbeitgeber einen Nebenjob untersagen.

Nun zum leidigen Thema Steuern. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie rechnen Ihr Nebeneinkommen über eine zweite Lohnsteuerkarte ab oder Sie melden Selbstständigkeit an. Bei einem 400-Euro-Job zahlt der Arbeitgeber die Sozialabgaben für Sie. Wenn Sie sich in der "Gleitzone" befinden, also 400,01 bis 800 Euro verdienen, dann müssen Sie reduzierte Sozialabgaben abführen. Wenn Sie als Sebstständige angemeldet sind, müssen Sie nicht die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden beachten.


Einkommen im Urlaub aufbessern?
Die meisten Arbeitgeber wissen Bescheid, bei Arbeitnehmern hingegen herrscht Unsicherheit. Es geht um das Thema Urlaub. Erstens, wenn Sie Urlaub haben, dürfen Sie nicht Ihrem Nebenjob nachgehen, denn Erholung ist Erholung. Wenn Ihr Hauptarbeitgeber davon Wind bekommt, droht Ihnen die Entlassung. Das Gleiche gilt für eine Krankschreibung. Zweitens, auch im Zweitjob haben Sie einen Anspruch auf Urlaub. Per Gesetz stehen Ihnen mindestens 24 Werktage Urlaub zu.

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