Gehaltsverhandlung - Die richtigen Argumente zählen

Bild:©Robert Kneschke-Fotolia.com

Anzeige

Ihre Arbeit füllt Sie aus, macht riesig Spaß, doch die Gehaltserhöhung bleibt trotz guter Leistung seit fast 2 Jahren aus? So langsam nervt der immer gleichbleibende Betrag, der am Monatsanfang auf Ihr Konto eingeht, wobei im Gegenzug alles andere teurer wird? Dann wird es Zeit für eine Gehaltsverhandlung mit Ihrem Vorgesetzten.

Vorausgesetzt, Ihrem Betrieb geht es wirtschaftlich gut, sollten Sie hier keine falsche Scheu an den Tag legen. Mit einer durch und durch standfesten Argumentationsstrategie holen Sie das Beste aus einer Gehaltsverhandlung heraus. Im Handumdrehen haben Sie Ihren Chef durch klare nachvollziehbare Argumente um den kleinen Finger gewickelt. Dabei ist die richtige Vorbereitung die halbe Miete:

Ganz wichtig, die Strategie vorab auf Papier bringen und sich das Gespräch vor Augen führen. Gehaltsverhandlungen sind in der Regel emotional aufwühlend. Mit einem roten Faden, Stichpunkten oder gar einem vorher zurechtgelegten Strategie gehen Sie gut vorbereitet ins Gespräch und können im richtigen Moment besser argumentieren.


Auf die richtige Einstellung kommt es an:
Gehen Sie mit der Einstellung in das Gespräch, dass Sie wichtig für den Betrieb, wenn nicht unersetzlich sind. Nicht Sie, sondern Ihr Chef wird davon profitieren, dass er Ihnen ein höheres Gehalt zahlt und Sie so enger an den Betrieb bindet. Machen Sie Ihrem Vorgesetzten klar, dass Sie mit Ihren Fähigkeiten und Ihrem Arbeitswillen ohne Frage zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Bringen Sie auf freundliche und sachliche Weise die Fakten auf den Tisch, ein charmantes Lächeln hat übrigens noch nie geschadet :-)


Zusätzliche Aufgabengebiete erwähnen:
Wer noch vor der Gehaltsverhandlung Sonderprojekte oder zusätzliche Aufgabengebiete annimmt, und damit unterstreicht, wie leistungsfähig und motiviert er ist, sammelt indirekt Pluspunkte. Das stärkt Ihre Position in der Gehaltsverhandlung. Zeigt es Ihrem Chef doch, dass Sie sich mehr als andere im Betrieb einsetzen. Das muss doch auch für Ihren Chef ein gutes Argument für eine Gehaltserhöhung sein.

Zeigen Sie sich auch interessiert an Weiterbildungskursen und Spezialisierungen. besonders gut kommt es an, wenn Sie sich auf einem Gebiet weiterbilden, das für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens essentiell ist.


Fakten:

Nachdem Sie Ihre bisherigen Leistungen, Erfolge und Ideen für die Zukunft dargelegt haben, folgen die knallharten Fakten: Die Zahlen kommen auf den Tisch. Jetzt ist Handeln angesagt, aber setzten Sie ihr Wunschgehalt nicht zu astronomisch hoch an, Sie wollen ja glaubhaft bleiben. Zu niedrig sollte die gewünschte Gehaltserhöhung aber auch nicht sein. Schließlich ist davon auszugehen, dass Ihr Vorgesetzter die gewünschte Gehaltserhöhung noch drücken wird. Ähnlichkeiten mit einem türkischen Bazar sind hier nicht ganz von der Hand zu weisen :-)


Zum gutem Schluss noch ein paar Tipps:
Bewahren Sie sich das beste Argument für eine Gehaltserhöhung für den Schluss auf - wie ein Ass, dass Sie noch aus dem Ärmel ziehen können. Und noch ein Ratschlag: Sprechen Sie in der Verhandlung möglichst nicht von dem Wort Gehaltserhöhung, das löst bei manchen Personalchefs erheblichen Stress aus :-) Umschreiben Sie besser geschickt mit Perspektiven oder Verbesserung des Gehaltes. Das meint das Gleiche, versetzt den Chef aber nicht unmittelbar in Alarmbereitschaft, so dass er möglicherweise zugänglicher für Ihre Argumente ist.

Ein letzter Tipp: Wenn Sie sich Ihre Argumente zurechtgelegt und eine genaue Vorstellung über Ihre Gehaltserhöhung haben, dann üben Sie die Verhandlung in einem Rollenspiel. Das hilft ungemein und Sie können anschließend ohne Hemmungen in den Ring treten!




Diesen Artikel bewerten:
(0)

Was meinst du zum Thema?

comments powered by Disqus