Anti Cellulite Mittel im Test: Kein einziges hilft wirklich gegen Orangenhaut

Bild: © petrovica/ fotolia.de

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Leiden Sie an Cellulite? Keine Sorge, Sie befinden sich in guter Gesellschaft. Fast 80 Prozent aller Frauen ab 25 Jahren leiden an der sogenannten Orangenhaut, mal mehr, mal weniger. Und vor dem sogenannten Kneif-Test - die Haut am Oberschenkel wird mit Daumen und Zeigefinger zusammengeschoben - kapitulieren selbst die schlanksten Gazellenbeine.

Mutter Natur ist an diesem kleinen Schönheitsmakel schuld, die hat uns Frauen die Cellulitis quasi in die hormonelle Wiege gelegt. Frauen sind im Vergleich zu Männern mit einer dünneren Oberhaut, aber größeren Fettzellen ausgestattet. Ist dann noch das Bindegewebe besonders dehnbar, drücken sich die bösen Fettzellen durch die Haut und werden als unschöne Knubbel an Oberschenkeln und Po sichtbar. Im schlimmsten Fall entsteht auf der Haut eine Mondlandschaft, auf die jede Frau liebend gern verzichten würde.


Der Test:


Und da das der Industrie nicht verborgen geblieben ist, kommen im Kampf gegen Orangenhaut immer neue Anti-Cellulite-Mittel auf den Markt und finden in der Frauenwelt reissenden Absatz. Geht  es um die Schönheit, hoffen eben selbst nüchterne Karrierefrauen gerne noch auf ein Wunder. Da wird mit Hingabe gecremt und geschmiert, massiert und gewickelt, doch mit welchem Ergebnis?

Glaubt man den vollmundigen Werbeversprechen der Hersteller scheint es ganz einfach zu sein, die Cellulite wirksam zu bekämpfen. So werden „deutliche Verbesserung von Orangenhaut nach vier Wochen“ oder „sichtbare Ergebnisse nach 8 Tagen“ prophezeit. Alles ein Fall für ""große Versprechen, nichts dahinter" oder gibt es tatsächlich Mittel, die gegen Cellulitis wirken?

Die Stiftung Warentest wollte es wissenschaftlich genau wissen und hat für ihre Mai-Ausgabe 2009 zehn Anti-Cellulite-Mittel getestet. Insgesamt acht Gels und Cremes, ein Massageroller und ein elektronisches Anti-Cellulite-Pflaster kamen auf  den Warentest-Prüfstand. 300 Frauen cremten und testeten über vier Wochen lang, was das Zeug hält.


Das Ergebnis:


Mit ernüchterndem Ergebnis: Wunder gibt es eben doch nur im Märchen. Wie im Jahr 2003 zeigte auch im Jahr 2009 kein einziges der getesteten Mittel auch nur ansatzweise eine Wirkung. Es hagelte eine glatte Fünf als Note und zwar für sämtliche zehn Anti-Cellulite-Mittel im Test.

Selbst das mit 24,50 Euro/100ml teuerste Mittel im Warentest versagte: „Christian Dior Plasticity Gel Lipo-Correcteur Anti-Cellulite“ trägt zwar einen beeindruckenden Namen, war aber leider völlig wirkungslos gegen Cellulite. Allenfalls eine etwas gepflegtere Haut konnten die Testerinnen bescheinigen. Testergebnis. "Mangelhaft". Da konnte Frau eben so gut zu den beiden günstigsten Produkten im Test greifen: „dm Balea Cellulite Gel Creme“ (1,98 Euro) und „Florena Cellulite Cremegel“(2,98 Euro). Zwar taugen auch diese Cremes nicht dazu, Orangenhaut bekämpfen, aber immerhin kann man damit die Haut prima pflegen.

Der Ordnung halber hier noch die Namen aller weiteren "mangelhaft" getesteten Produkte: Frei Hautpflege Cellulite Massageöl, Garnier bodytonic Tiefenwirksamer Cellulite massage Roller, ibp Slim Tens, L'oreal Body Expertise Perfect Slim Pro, Lanaform Stop Cellulitis, Nivea Body Good-bye cellulite und Rossmann/Isana Straffender Body Roll on.

Es hätte so schön sein können, aber seien wir doch mal ehrlich. Gäbe es auch nur ein einziges Mittel, das tatsächlich wirksam gegen Cellulite helfen könnte, hätte sich das nicht bereits in Windeseile von Frau zu Frau und von Freundin zu Freundin herumgesprochen? So bleibt uns nichts anderes, als auf die altbewährten Methoden gegen Orangenhaut zurückzugreifen, die zwar anstrengend sind, aber immerhin nichts kosten.

Wie wär's also mit:

1.  Viel Bewegung und  Sport wie Joggen oder Schwimmen, so werden Muskeln in den Problemzonen aufgebaut, die die Fettzellen verdrängen.

2. Einer ausgewogenen, fettarmen Ernährung, denn die lässt die Fettzellen schrumpfen

3. Übergewicht unbedingt reduzieren, aber bitte keine Blitz-Diät, denn die Haut nimmt schnelle Gewichtsabnahmen übel.

4. Täglichen Bürstenmassagen, die sorgen für eine bessere Zirkulation des Blutes und den Abtransport von Schlackestoffen


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