Unreine Haut - Wie Sie Pickel und fiese Mitesser loswerden

Bild: © Piotr Marcinski - Fotolia.com

Unreine Haut erwischt uns nur in der Pubertät, wenn die Hormone Purzelbäume schlagen? Von wegen. Akne ist mittlerweile eine der am weitesten verbreiteten Hautkrankheiten, und das auch bei Menschen, die das Teeniealter weit hinter sich gelassen haben. Kennen Sie auch die Tage, an denen Sie den Blick in den Spiegel am liebsten ganz vermeiden würden, weil sich auf Ihrem Gesicht Pickel, Mitesser und hässliche eitrige Pusteln breitgemacht haben? Bevor Sie nun an solchen Tagen beschließen, dass Haus nicht mehr zu verlassen: Es gibt Hilfe gegen unreine Haut.
Mit den folgenden Infos sagen wir lästigen
Pickeln & Co den Kampf an- ohne Kompromisse!

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Pickel und Mitesser – wie sie entstehen

Grund für die hässlichen Pusteln ist immer ein Zuviel an Talg, also Fett, dass in den Talgdrüsen der Haut gebildet wird. Alles beginnt mit einem Mitesser. Kommt es durch kleine Hautschüppchen zum Verstopfen von Poren, kann der Talg nicht abfließen. Stattdessen bildet sich ein Pfropfen aus Talg und Hautpartikel, der die Poren endgültig verstopft. Ein Mitesser, der Vorläufer des Pickels, entsteht. Hat Frau Pech, warten unter dem Talgpfropfen Bakterien nur darauf, sich breit zu machen. Gelingt ihnen das, entwickelt sich die klassische Entzündung und aus dem optisch meist nicht sehr auffälligen Mitesser wird ein hässlicher, entzündlicher Pickel.



Die wichtigsten Ursachen für unreine Haut


Das Leben kann manchmal ungerecht sein. Manche Frau hat niemals auch nur den kleinsten Mitesser auf ihrer makellosen Haut zu beklagen, andere müssen tagtäglich mit neuen aufflammenden Entzündungen im Gesicht klarkommen. Leider gibt es nicht nur den einen Grund für das Entstehen von Akne. Stattdessen können viele Faktoren, oft sogar mehrere gleichzeitig, eine Rolle spielen, dass die Haut aus dem Gleichgewicht kommt. Wer Pickel und Mitesser loswerden möchte, muss also zunächst klären, was in seinem Fall die unreine Haut verursacht.

1. Hormonelle Schwankungen

Oft sind hormonelle Schwankungen verantwortlich für picklige Haut. Teenager sind hierfür das beste Anschauungsobjekt. Der Grund: Kommen Jugendliche in die Pubertät werden verstärkt männliche Geschlechtshormone produziert. Ja, auch die Mädchen produzieren männliche Hormone, nur eben in kleinerer Menge. Männliche Hormone haben aber die ungeliebte Eigenschaft, die Talgproduktion anzufeuern. Und damit wächst die Gefahr, dass dieses Zuviel an Talg die Hautporen verstopft  und die Pickel sprießen. Wer Pech hat, leidet bis zum Alter von 25 oder länger an dieser Form der Akne. Aber auch später im Leben gibt es immer wieder Zeiten, in denen die Hormone schwanken, wie die monatliche Menstruation oder die Wechseljahre.

2. Welche Rolle spielt die Ernährung?
Sie mögen Fast Food und Süßigkeiten? Dann können Sie jetzt aufatmen. Auch wer Pickel und Mitesser loswerden möchte, muss auf diese Lebensmittel nicht verzichten. Auch wenn uns Mama als Kind immer wieder predigte, bislang ist nicht wissenschaftlich bewiesen, dass der Genuss von fettigen Burgern, Pommes und Schoki mit unreiner Haut bestraft wird. Wobei es sich hier wohlgemerkt um keinen übermäßigen Verzehr dieser Leckereien geht. Wer sich allerdings nur von oben stehenden Dickmachern ernährt, sollte allein aus gesundheitlichen Gründen mal seinen Essensplan überdenken.

3. Stress und Nervosität
Stress zieht Pickel magisch an. Zumindest ist das so bei Personen mit dünnem Nervenkostüm. Kaum gibt es Grund zu Kummer oder Stress, fängt ihre Haut an, mit Pickeln zu reagieren. Anderen dickfelligeren Personen sieht man Stress unter Umständen gar nicht an ihrer Haut an.

4. Falsche Pflege und Reinigung der Haut
Wer an fettiger Haut leidet, hat tendenziell eine höhere Neigung zu Pickeln und Mitessern. Wer nun noch zu fettiger Tagescreme greift oder nicht mit der passenden Reinigungslinie von Fett und Rückständen befreit, sorgt für einen echten Talgstau auf der Haut und muss sich über Pickel nicht wundern.

Auch die immer wieder verbreitete Anregung, fettige Haut nur vorsichtig mit lauwarmem Wasser zu reinigen, ist kein Tipp, mit dem Sie Ihre Pickel und Mitesser loswerden. Ganz im Gegenteil. Während der Nacht sammeln sich Talg und abgestorbene Hautzellen auf Ihrer Haut, die sorgfältig entfernt werden sollten,  bevor sie ihre Hautporen verstopfen und für neue Pickel sorgen. Und das Fett nun mal besser mit Reinigungslotion als mit purem Wasser entfernt werden kann, ist kein großes Geheimnis.


Und was hilft gegen Pickel?

Haben Sie geklärt, warum gerade bei Ihnen die Pickel sprießen, ist es an der Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Angefangen von Omas Hausmittel gegen Pickel, bis hin zur Sonnenbestrahlung beim Hautarzt. Es gibt viele Ansätze, für jeden ist etwas Passendes dabei, um sein Hautbild deutlich zu verbessern und den Pickeln Lebewohl zu sagen.

1. Besuch beim Hautarzt

Auch wenn Sie grundsätzlich Arztbesuche auf die lange Bank schieben. Langes Sebstversuche mit Cremes und Waschlotionen sind in diesem Fall wenig viel versprechend. Sie verlieren wertvolle Zeit, in der sich die Akne im Zweifel noch ausbreiten kann. Besser ist es, sich mit Hautproblemen sofort beim Hautarzt Rat zu holen. Er kann Ihnen nicht nur eine genaue Analyse ihres Hauttyps geben, sondern hat auch weiterreichende Möglichkeiten, wie das Verschreiben von UV-Bestrahlungen oder Antibiotika. Eins sollten Sie aber wissen: Sie müssen Geduld mitbringen. Unreine Haut verschwindet nicht über Nacht, sondern muss gewissenhaft über Wochen und Monate behandelt werden.

2. Frauenärztliche Untersuchung
Neben dem Hautarzt kann auch der Frauenarzt in manchen Fällen weiterhelfen. Insbesondere bei Frauen mit sehr fettiger Haut oder mit zu viel männlichen Hormonen kann eine Pillenumstellung wahre Wunder bewirken. Es gibt bestimmte Anti-Babypillen, die weibliche Hormone mit antiandrogener Wirkung enthalten. Antiandrogen bedeutet, dass sie die männlichen Sexualhormone hemmen. Durch die dann niedrigere Konzentration von männlichen Hormonen im Körper der Frau, wird auch die Talgproduktion eingedämmt, die Gefahr von Pickeln nimmt ab. Bekannteste Pillen mit antiandrogener Wirkung sind Diane35, Valette und Belara.     

3. Behandlung bei der Fachkosmetikerin
Auch wenn die Versuchung groß ist, an Pickeln bitte besser nicht selbst herumquetschen. Zu groß ist die Gefahr, dass sich Bakterien ausbreiten und sich die unschönen Pusteln immer weiter vermehren oder gar Narben bilden. Richtig hygienisch kann nur die Kosmetikerin arbeiten. Zudem arbeitet sie mit speziellen Hilfsmitteln, die die Behandlung wesentlich angenehmer und effektiver gestalten. So kann sie mit warmen Kompressen dafür sorgen, dass  die Haut schön weich wird und sich Mitesser und Pickel leichter entfernen lassen. Und Spezialwerkzeug wie ein Komedonenquetscher lassen auch dem letzten kleinen Mitesser keine Chance. Zur Vorbeugung empfehlen sich die Microdermabrasion, eine kosmetische Behandlung, die die Haut oberflächlich glättet oder auch sanfter wirkende Peelings.

4. Wie soll die richtige Reinigung aussehen?
Die richtige Reinigung ist das A und O bei Aknehaut. Wer an Pickel leidet, hat oft auch fettige Haut. Eine Reinigung sorgt dafür, dass sich abgestorbene Hautschüppchen nicht in den Poren festsetzen und neue Pickel entstehen. Aber Achtung, vermeiden Sie Waschorgien, eine Reinigung zweimal pro Tag reicht völlig aus. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, den Säureschutzmantel Ihrer Haut zu verletzen. Die pickelverursachenden  Bakterien hätten sonst leichtes Spiel. Aus dem gleichen Grund sollten Sie für das Reinigen Ihrer Gesichtshaut bitte nur seifenfreie pH- hautneutrale Wasch- Lotionen benutzen. Eine passende „nicht komedogene“ Gesichtscreme rundet die richtige Pflege dann ab.

5. Besserer Umgang mit Stress
Wer zu den Menschen gehört, die auf den kleinsten Stress mit unreiner Haut reagiert, kann lernen, besser mit Stress umzugehen. Versuchen Sie Probleme nicht zu nahe an sich herankommen zu lassen. Gönnen Sie sich auch mal eine Auszeit vom Alltag, schalten Sie ab und besinnen sich auf sich und ihre Wünsche. Kurse wie autogenes Training, Yoga, Muskelrelaxion nach Jacobsen helfen dabei, das innere Gleichgewicht wieder zu finden. Auch regelmässige Saunagänge können positive Wirkung haben. Und gemeinsam mit diesen Problemen können Sie vielleicht auch Ihre Pickel und Mitesser loswerden.

6. Man ist, was man isst - Wie Nahrung unsere Haut beeinflusst

Glaubt man zahlreichen Hollywood-Schönheiten, haben sie ihren traumhaften faltenlosen Teint allein ihrem enormen Konsum an Wasser zu verdanken und keinem Chirurgenskalpell. Auch wenn hier gewisse Skepsis angebracht ist, wer mit schöner Haut glänzen will, muss tatsächlich viel trinken. 2 Liter am Tag sollten es schon sein, empfehlenswert sind neben Wasser auch grüner Tee, Apfelschorle oder Früchtetee.

Geht es um feste Nahrung, ist die Frage, “Was hilft gegen Pickel“ schwieriger zu beantworten. Nicht jede Haut reagiert auf die gleichen Lebensmittel mit Unreinheiten. Hilfreich kann es sein, Eigenbeobachtung zu betreiben und wenn nötig, bestimmte Lebensmittel wegzulassen. Nehmen Sie genügend Vitamine und Spurenelemente zu sich, kann sich das positiv auf Ihr Hautbild auswirken. Insbesondere Zink, Biotin und Selen sind wichtig für eine gesunde Haut.

7. Sauna macht schöne Haut
Regelmässige Saunagänge wirken sich nicht nur positiv auf unsere Psyche und damit unser Stressmanagement aus, auch unser Immunsystem und unsere Haut profitieren von der trockenen Hitze. Durch das Schwitzen lösen sich abgestorbene Hautschüppchen und unsere Hut wird besonders gut durchblutet. Kräftiges Abrubbeln nach dem Saunagang wirkt wie ein Peeling auf unsere Haut, die sich mit einem frischen und rosigen Teint bedankt.

8. UV-Bestrahlung/Lichttherapie mit rotem und blauen Licht
Pickel mögen anscheinend keinen Sommer. Wer an Akne leidet, stellt fest, dass sie in den Sommermonaten oder auch im Urlaub unter Sonneneinfluss merklich besser wirkt. Warum also nicht den Pickeln mit regelmässiger UV-Strahlung zu Leibe rücken. Und damit sind nicht die Solarien in herkömmlichen Sonnenstudios gemeint. Suchen Sie sich einen Hautarzt, der seine Praxis mit einem medizinischen UV-Gerät ausgestattet hat.

Daneben verspricht auch eine neue Lichttherapie mit antibakteriell wirkendem blauem und wundheilendem rotem Licht erfreuliche Erfolge. Sie wird von Hautärzten angeboten, ist ohne Nebenwirkungen und kann für viele Patienten ein wirksames Mittel sein, um unreine Haut wirksam zu bekämpfen. Wer den Gang zum Hautarzt scheut, kann sich ein solches Lichttherapie-Gerät auch für zu Hause anschaffen. Kostenpunkt zwischen 100 und 700 Euro.

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