Kleider Sharing - Zwei Damen und eine geniale Idee

Bild:©fancy123 - Fotolia.com

Beim Begriff Sharing denkt Frau vielleicht zuerst an das Teilen und Mitteilen von Gefühlen, den Austausch von Ideen. Naja, ganz zuletzt vielleicht auch an Carsharing. Spätestens seit einigen Jahren ist noch eine weitere Bedeutung dazugekommen - das Teilen von Kleidern. Keine Sorge! Geteilt, nicht zerteilt!! Gemeint ist nicht, dass hier Kleider in brutalen Orgien zerfetzt und zerteilt werden. Stattdessen wird ein sehr sinnvoller Gedanke umgesetzt: Modische Kleidung wird in einem Kreis begeisterter Fashionistas getauscht und geteilt.

Anzeige

 

Klamotten tauschen - so wird's im Kleiderschrank nicht langweilig

Eine Party steht an, ein Treffen mit den besten Freundinnen oder ein schicker Abend im Restaurant mit dem Liebsten. Und es herrscht gähnende Langeweile im Kleiderschrank. Die alten Fetzen hängen dir schon seit Ewigkeiten aus dem Hals. Aber ständig neue Klamotten kaufen, dafür hast du auch nicht genug Kohle. Und hier greift die geniale Idee zweier Freundinnen aus Hamburg. Mit ihrer "Kleiderei" haben Thekla Wilkening und Pola Fendel das zu einem Business gemacht, was sie selber schon seit Jahren praktizieren: Kleidung wird getauscht. Früher nur auf den engsten Freundinnenkreis begrenzt, heute auf ihr Publikum in ihrem Hamburger Laden und schon bald ist ein weiterer Laden in Köln geplant.


Andere Kleider machen andere Leute

In der Hamburger Hochstraße, mitten im Herzen von St. Pauli, befindet sich der begehbare Kleiderschrank von Thekla und Pola. In der ehemaligen Bücherei liegen nicht Goethe und Schiller in den Regalen, sondern schicke Teile von heißen Designermarken, wie Hugo Boss, Lala Berlin oder American Apparel. Auch selbstgenähte Unikate von Thekla sind zum Teilen da.

Die beiden Studentinnen sind gut aufgestellt in Sachen Mode und begeistern Besucherinnen vor allem mit ihren ungewöhnlichen Stücken. Denn Kleider Sharing bietet dir die Freiheit, Kleidung in deine Garderobe aufzunehmen (wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum), die du im Normalfall niemals kaufen würdest. Sharing Kleider erlaubt dir, alte Gewohnheiten zu brechen und dich ein wenig zu verkleiden. Allein, wenn du bedenkst, wie häufig sich die Mode ändert und sich auch dein persönlicher Geschmack um 180 Grad dreht, dann wirst du die vielen Vorteile des Konzepts Kleider Sharing erkennen.

So funktioniert die Kleiderei

Die "Kleiderei" von Thekla und Pola ist auch ein Statement gegen Überkonsum. Warum etwas neu kaufen, wenn es jemand anderes hat und es dir ausleiht? Ein wirklicher guter Grundgedanke. Vor allem, weil die Frauen, die den Service der "Kleiderei" nutzen auch zu schätzen wissen, dass es sich bei den Designerteilen um Gemeinschaftsgut handelt.

Genauso wie bei einem Buch aus der Bibliothek möchte es gut behandelt und in einem einwandfreien Zustand zurückgebracht werden. Und wie in einer Bibliothek funktioniert auch das System von Sharing. Du meldest dich bei der "Kleiderei" an, das kostet 34 Euro pro Monat. Im Gegenzug bekommst du jeden Monat ein Päckchen mit vier auf deinen Stil abgestimmten Teilen zugeschickt. Nach einem Monat Tragezeit sendest du die Klamotten einfach wieder an die Kleiderei zurück und bekommst im Gegenzug ein neues Paket. Das Abo ist nach einer einmaligen Mindestlaufzeit von drei Monaten monatlich kündbar. Es gibt es also keine gemeinen Falltüren beim Sharing!


Hier geht es direkt zur Kleiderei Webseite

 

 

Diesen Artikel bewerten:
(0)

Was meinst du zum Thema?

comments powered by Disqus