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Taschengeld - Welche Höhe ist angemessen?

Taschengeldempfehlung

Bild:©Nicole Effinger - Fotolia.com

Früher oder später stellt sich bei Müttern die Frage nach dem Taschengeld und deren Höhe für ihr Kind und schnell kann sich das Ganze auch zum leidigen Thema entwickeln: "Mama, ich hab nichts mehr!" – oder "Bekomm ich mehr Taschengeld?". Dabei gibt es sogar eine allgemeine Taschengeldempfehlung und eine Taschengeldtabelle, die dabei helfen, sich besser zu orientieren.


Im Großen und Ganzen ist das Taschengeld für Kinder und Jugendliche die einzige Geldquelle, um sich persönliche Wünsche zu erfüllen: Manche geben die Summe sofort nach der Auszahlung aus, während andere es monatelang in die Spardose stecken – auf jeden Fall erfüllt es eine wichtige Aufgabe: Kinder lernen den Wert des Geldes kennen, entscheiden selbst, was gekauft wird und wie es eingeteilt werden sollte. Später kommen Kinder dadurch dann besser damit zurecht.


Regelmäßige Auszahlung
Wer zum ersten Mal von seinem Kind nach Taschengeld gefragt wird, hält sich am besten an folgende Taschengeldempfehlung:

Zunächst sollte der Auszahlungstermin regelmäßig sein – so kann das Kind planen. Auch sollte es nicht danach fragen müssen, sondern es ohne Erinnerung bekommen.

Wichtig ist: Taschengeld ist keine Erziehungsmaßnahme – auch wenn das Kind nicht brav war, sollte das Geld ausgezahlt werden. Das Kind soll immer selbst entscheiden, was es mit seinem Geld macht. Keinesfalls sollte zu viel gegeben werden (siehe untere: Taschengeldtabelle): Ist die Summe zu hoch, verlieren Kinder die Orientierung – das führt zu Schulden und ausufernden Wünschen. Zu wenig ist natürlich auch nicht sinnvoll: Kinder können dann nicht sparen.

"Mama, ich hab kein Geld mehr!" – Automatische Extra-Euros, wenn das Kind schon vor der nächsten Auszahlung alles verprasst hat, sollte es nicht geben – ein Gespräch, wie es dazu gekommen ist und man das verhindern kann allerdings schon.

Das Verhalten von Kindern sollte nicht in Zusammenhang mit dem Taschengeld gebracht werden – daher: keine Erhöhung als Belohnung, keine Kürzung oder Entzug als Strafe, keine wertende Aussagen über selbstgekaufte Dinge.
Als wichtige Taschengeldempfehlung gilt außerdem, dass Kinder sich nicht notwendige Dinge für die Schule damit kaufen müssen, auch sollte keine Sparverpflichtung bestehen.

Ab wann mit dem Taschengeld beginnen?
Wann sollte man nun jedoch mit der Auszahlung von Geld an die Kleinen am besten beginnen? Das erste Taschengeld sollten Kinder bereits mit vier bis fünf Jahren bekommen: 50 Cent pro Woche genügen. Übrigens sollte bis zum 9. Lebensjahr eine wöchentliche Taschengeldauszahlung beibehalten werden – kleineren Kindern kann noch nicht zugemutet werden, über einen gesamten Monat hinweg zu planen. Ab 10 ist es jedoch so weit, dass finanzielle Organisation erlernt werden kann.

Über die optimale Höhe des Taschengeldes gibt die Taschengeldtabelle Auskunft. "Mama, Susi bekommt aber 50 Cent mehr!" Auch an anderen Familien können sich Mütter in Bezug auf die Taschengeldempfehlung orientieren: Wie viel Taschengeld erhalten die Schulkameraden des Kindes durchschnittlich? Hier ist es allerdings ratsam, die Eltern direkt zu fragen und nicht immer auf die Aussagen der Kleinen zu vertrauen.


Die Taschengeldtabelle:


Alter HöheZahlung
unter 6 Jahre             0,50 Euro     wöchentlich
  6-7 Jahre     1,50 - 2,00 Euro     wöchentlich
  8-9 Jahre    2,50 - 3,00 Euro     wöchentlich
10-11 Jahre  12,00 - 16,00 Euro     monatlich
12-13 Jahre  17,50 - 22,00 Euro     monatlich
14-16 Jahre  23,00 - 35,00 Euro     monatlich
17-18 Jahre  41,00 - 62,00 Euro     monatlich








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