Fußball für Frauen: Abseits-Regel leicht gemacht

Hier gibts die perfekte Erklärung für uns Frauen! ©DDRockstar-Fotolia.com.jpg

Von wegen, wir Frauen wissen nicht, wann Abseits ist. Auch wenn Männer gern behaupten, wir hätten keinen Fussballverstand und überhaupt wären die Regeln für uns viiiiel zu kompliziert. Glaubt es bloß nicht. Die Wahrheit ist: Die armen Männer haben nur Angst , dass wir ihre letzte Hochburg erobern könnten. All die schönen Samstage im Fußballstadion mit den Kumpels - ungezwungene Männerwelt, Fluchen und Johlen inklusive. Flötenpiepen, wenn die liebe Freundin unbedingt dabei sein will. Da lassen sich die Männer einiges einfallen, um das Fussballinteresse von uns Frauen im Keim zu ersticken. Das könnte nun schwer werden. Denn nach dem Lesen dieser kleinen Story, die - na logisch -  in einem Schuhgeschäft spielt, ist uns selbst die Abseitsregel sonnenklar.

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Kennt ihr das? Kaum wollen wir mit den Männern Fußball gucken, wird erklärt, dass das nun wirklich nichts für uns sei. Der Fußball bestehe aus ganz und gar komplizierten Regeln, die nur ein Mann so richtig verstehen kann. Bestes Beispiel: Die Abseitsregel. Die Wahrheit ist: Entweder wissen die Männer selbst nicht, was es mit dem ominösen Abseits auf sich hat oder sie können es uns einfach nicht gut genug erklären. Aber keine Sorge. Amenita klärt euch auf :-) Lest einfach die folgende kleine Geschichte, und die Frage ob Abseits oder nicht, gehört ab sofort zu euren leichtesten Übungen.

Und damit endlich alle Männer/Frauen-Klischees wahr werden, geht es in der Geschichte um unser Lieblingsthema -  Ums Schuhe kaufen, natürlich.

 

Was Traumpumps dir über die Abseitsregel im Fußball verraten

Ein erfolgreicher Einkaufsmarathon geht zu Ende, erschöpft will Anna nur noch einen klitzekleinen Blick in ihren Lieblingsschuhladen gleich um die Ecke werfen. Nach intensivem Stöbern trifft sie fast der Schlag: Die von ihr schon so lange ersehnten rosa High Heels der Marke “Prahla” gibt es hier zum Schnäppchenpreis. Doch Anna hat Pech, ihre Größe 38 scheint vergriffen.

Frustriert greift sie sich ein Paar Öko-Wollsocken, Marke "gut und kratzig" und geht zur Kasse.  Vor Anna hat sich bereits Kundin Brit eingereiht, eine aufgebrezelte Endvierzigerin, die ihre Gesichtsmimik mit einer Extraportion Botox unter Kontrolle gebracht hat. Kassiererin und Brit unterhalten sich im angeregten Plauderton, sie scheinen sich zu kennen.

Anna lauscht dem Gespräch einen Moment, bevor ihr Blick auf die steile Regalwand hinter der Kassiererin fällt. Ihr wird plötzlich heiß und kalt, während ihr Blick sich an zwei hohen rosa Absätzen festsaugt, die aus einem unscheinbaren Schuhkarton herausschauen. Das ist ja wie ein Sechser im Lotto! Dort stehen genau jene High Heels, in die sie sich noch wenige Minuten zuvor unglücklich verliebt hatte. In Größe 38, soweit kann Anna die Aufschrift auf dem Schuhkarton entziffern.

Das Gespräch vor ihr bricht plötzlich ab. Stille. Aus den Augenwinkeln registriert Anna eine hypnotisch auf Karton samt High Hehls starrende Britt. Die will doch nicht etwa auch .... ???? Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Anna bricht der Schweiß aus. Ihr fällt siedendheiß ein, dass sie nicht mehr genügend Geld im Portemonnaie hat, um ihre Traumschuhe zu bezahlen. Aber auch Brit zögert, ihr scheint es ähnlich zu gehen. Vordrängeln ohne Geld, ob sanft oder mittels Bodycheck, macht somit keinen rechten Sinn.

Anna’s Freundin Celina, die bislang noch unentwegt Schuhe anprobiert hat, erkennt plötzlich die Situation. Mit einer eleganten Bewegung aus dem Unterarm heraus schmeisst sie ihr Portemonaie über Brit hinweg nach vorn. Während es noch fliegt, umrundet Anna die trantütige Brit, fängt den Geldbeutel und greift sich unter einem Freudenjuchzer den ersehnten Karton samt High Heels, um zu bezahlen.
     


Der Kampf der Shopping-Queens
So besser nicht: Übles Foul, Platzverweis, ganz klar.© BlueSkyImages - Fotolia.com.jpg

 

Und was hat das alles mit der Abseitsregel zu tun ...

fragt sich jetzt zu Recht die aufmerksame Leserin.

Hier die einfache Erklärung: Ob Traumschuh oder nicht, die liebe Anna darf nicht die Nerven verlieren. Sie darf erst dann zum Überholen ansetzen, wenn der Geldbeutel bereits in der L u f t ist, Freundin Celina also bereits geworfen hat. Überholt Anna die Brit schon eher, ist sie nämlich ganz klar im “A B S E I T S”. Und aus wärs mit den schönen Stöckeldingern. Das heisst, Anna darf im Zeitpunkt des Wurfs allerhöchstens auf gleicher Höhe mit ihrer Konkurrentin Brit, nicht aber vor ihr (von der Kasse aus gesehen) sein.


Auf die wunderbare Welt des Fussballs übertragen heisst das dann ... 

Eine Spielerin (Anna) steht im Abseits, wenn sie in dem Augenblick, in dem ihr der Ball (Portemonnaie) von einer Mitspielerin (Freundin Celina) zugespielt (zugeworfen) wird, selbst näher an der Torauslinie (Kasse) steht, als die vorletzte Spielerin (Kundin Brit) der anderen Mannschaft. Erklärung: Angenommen der Torwartin (Kassiererin) ist räumlich gesehen die letzte Spielerin des Gegners, dann steht die angreifende Spielerin (Anna) im Abseits, wenn zum Zeitpunkt der Ballabgabe (Wurf) nur noch die gegnerische Torwartin (Kassiererin) als einzige Spielerin zwischen der Angreiferin (Anna) und dem Tor (Kasse mit High Heels) steht. 

Klitzekleine Einschränkung: Bei Einwürfen, Abstoß vom Torwart oder Eckstößen gilt die Abseitsregel nicht.

Abseitsregel verstanden? Nein? Dann einfach abwarten, ob der Schiri Abseits pfeift :-)


 

 

Artikel von amenita Redakteurin:
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