Bookcrossing macht Büchern Beine - weltweit Bücher kostenlos lesen

Bild: © ZM Photography - Fotolia.com

Welche Leseratte träumt nicht davon, Bücher kostenlos lesen zu können? Kommt nun noch ein bisschen Abenteuerlust von deiner Seite dazu, könnte Bookcrossing genau das Richtige für dich sein. Prinzip des Bookcrossing ist es, Bücher nach dem Lesen wieder „freizugegeben“, so dass diese nicht in Bücherregalen verstauben, sondern möglichst viele weitere Leute darin schmökern können. Freigeben heisst nun aber nicht, das Buch der nächsten Freundin oder Bekannten auszuleihen, wobei daran grundsätzlich natürlich auch nichts auszusetzen wäre. Bookcrosser wollen es ein wenig unkonventioneller, sie wildern ihre Bücher aus, was meint, dass die gelesenen Schmöker in die Öffentlichkeit entlassen werden.

Anzeige

Wäre das nicht toll, einfach so auf Schatzsuche zu gehen. Wenn Bücher für dich wie Schätze sind, könntest du damit sogar Erfolg haben. In vielen Städten Deutschlands haben nette Menschen Bücher versteckt, die du nur finden musst. Sie sind Teil einer weltweiten Buch-Community namens Bookcrossing und dabei eine ziemlich ungewöhnliche Form, an neuen Lesestoff zu kommen. 

Im Einzelnen funktioniert Bookcrossing so: Bookcrosser verstecken ihre Bücher an öffentlichen Plätzen, wie zum Beispiel in Telefonzellen, im Rathaus, an der Bushaltestelle oder einer Bank im städtischen Park. Einfach überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten und eine gute Chance besteht, dass das Buch schnell gefunden wird.

Denn das ist Sinn der Sache: Bookcrosser geben ihr Eigentum am Buch auf. Sie entlassen das Buch in die Freiheit und wünschen sich, dass der nächste, der gerade des Weges kommt, am Buch interessiert ist und es mit zum Lesen nach Hause nimmt. Aktuell sind allein in Deutschland 6600 Bücher irgendwo an öffentlichen Plätzen hinterlegt, die einen neuen Besitzer suchen.

Wer nun neugierig geworden ist, ob auch in seiner Stadt Bücher versteckt sind, findet auf der Bookcrossing.de-Website genaue Hinweise, an welchem Ort welche Bücher zu finden sind. Hierzu einfach ganz oben "Bücher und Bücherwürmer"und dann „Geh auf die Jagd“ anklicken und die gewünschte Stadt suchen.

Und tatsächlich, wer hätte das gedacht, aktuell kann ich in meinem Wohnort Bielefeld auch erfolgreich auf Bücherpirsch gehen. Insgesamt 14 Bücher warten in ihren Verstecken auf neue Eigentümer -  „Freigelassen“ wurden zum Beispiel „Die Leopardin“ von Ken Follett oder „Beim nächsten Mann wir alles anders“ von Eva Heller.

Da lohnt es sich doch tatsächlich, den Spaß mitzumachen und mit wachen Augen durch die Stadt zu gehen. Oder ein aktiver Bookcrosser zu werden und im Gegenzug selbst mal ein paar Bücher auszusetzen.

Jedes Buch sollte übrigens, bevor es freigegeben wird, auf der Bookcrossing-Webseite registriert werden. Auf diese Weise bekommt es eine eigene BCID (BookCrossing-IDentitätsnummer), die dann auch ins Buch geklebt wird. So können sich aktuelle und alle zukünftigen Besitzer jeweils auf der Website eintragen oder nachsehen, wo sich "ihr" Buch auf Wanderschaft gerade befindet.

 

 

 

Diesen Artikel bewerten:
(4)

Was meinst du zum Thema?

comments powered by Disqus