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Bookcrossing macht Büchern Beine - weltweit Bücher kostenlos lesen

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Bild: © ZM Photography - Fotolia.com

Welche Leseratte träumt nicht davon, Bücher kostenlos lesen zu können? Kommt nun noch ein bisschen Abenteuergeist von Ihrer Seite dazu, könnte Bookcrossing, die weltweit größte kostenlose Buchcommunity genau das Richtige für Sie sein. Hinter dem Begriff „Bookcrossing“ steckt eine  - zugegeben  - sehr unkonventionelle Form, an neuen Lesestoff zu kommen.

Prinzip des Clubs ist es, Bücher nach dem Lesen wieder „freizugegeben“, so dass diese nicht in Bücherregalen verstauben, sondern möglichst viele weitere Leute darin schmökern können.  Freigeben heisst nun aber nicht, das Buch der nächsten Freundin oder Bekannten auszuleihen, sondern es „auszuwildern“, sprich die gelesenen Bücher kostenlos in die Öffentlichkeit zu entlassen.

Und das funktioniert so: Bookcrosser verstecken ihre Bücher an öffentlichen Plätzen, wie zum Beispiel in Telefonzellen, im Rathaus, an der Bushaltestelle oder einer Bank im städtischen Park. Einfach überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten und eine gute Chance besteht, dass das Buch schnell gefunden wird. Denn das ist Sinn der Sache: Bookcrosser geben ihr Eigentum am Buch auf, sie entlassen das Buch in die Freiheit und wünschen sich, dass der nächste, der gerade des Weges kommt, am Buch interessiert ist und es mit zum Lesen nach Hause nimmt.  Aktuell sind allein in Deutschland 516000 Bücher irgendwo an öffentlichen Plätzen hinterlegt, die einen neuen Besitzer suchen.



Wer nun neugierig geworden ist, ob auch in seiner Stadt Bücher versteckt sind, findet auf der Bookcrossing.de-Website genaue Hinweise, an welchem Ort welche Bücher zu finden sind. Hierzu einfach ganz oben den Button "Books&People" und dann „Go hunting“ anklicken und die gewünschte Stadt suchen.
Und tatsächlich, wer hätte das gedacht, aktuell sind selbst in meinem Wohnort Bielefeld über 40 Bücher „freigelassen“, darunter zum Beispiel „Das Geisterhaus“ von  Isabel Allende oder „Beim nächsten Mann wir alles anders“ von Eva Heller.

Da lohnt es sich doch tatsächlich, den Spaß mitzumachen und mal mit wachen Augen durch die Stadt zu gehen. Oder ein aktiver Bookcrosser zu werden und im Gegenzug selbst mal ein paar Bücher auszusetzen. Jedes Buch sollte übrigens, bevor es freigegeben wird, auf der Bookcrossing-Webseite registriert werden. So bekommt es eine eigene BCID (BookCrossing-IDentitätsnummer), die dann auch ins Buch geklebt wird. So können sich aktuelle und alle zukünftigen Besitzer jeweils auf der Website eintragen oder nachsehen, wo sich "ihr" Buch auf Wanderschaft gerade befindet.




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