Fluggastrechte: Bis zu 600 Euro zurück bei mehrstündiger Verspätung

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Wer mit dem Flieger verreist, sollte seine Fluggastrechte kennen. Die können ab drei Stunden Verspätung des Fliegers bis zu 600 Euro Schadensersatz einbringen. Das hat der Europäische Gerichtshof und mittlerweile auch der BGH so entschieden. Die Fluggesellschaften allerdings stellen sich gern mal unwissend oder speisen Reisende zunächst mit kleinen Trostpflastern wie Verpflegungsgutscheinen ab. Wie in unserem letzten Traumurlaub in der Karibik. Kaum wollten wir braungebrannt und entspannt am Flughafenschalter einchecken, gab's die Hiobsbotschaft: Delay! Der Rückflug unserer holländischen Airline verzögert sich um 4 Stunden. Als Entschädigung für die nun folgende stundenlange Warterei bot uns die Dame am Flughafenschalter Gutscheine an. Der Gegenwert: Ein Getränk und ein Schokoriegel!! Ein Witz, denn Flugreisenden steht bei Verspätungen ab 3 Stunden eine finanzielle Entschädigung in erheblicher Höhe zu. Je nach Länge der Flugstrecke sind bis zu 600 Euro Entschädigung möglich. Wenn sich die Fluggesellschaft sträubt, den Anspruch anzuerkennen, finden Sie beim Verbraucherportal flightright.de schnelle Hilfe. Flightright macht Ihre Fluggastrechte bei Verspätung, aber auch Flugausfall gegenüber der Fluglinie geltend, und das ganz kostenlos und ohne finanzielles Risko für Sie. Eine Prämie wird nur im Erfolgsfall fällig.

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Hebt der Flieger mit Verspätung ab, kann das die Urlaubsstimmung kräftig trüben. Bei geringer Verspätung hilft vielleicht noch ein Snack im Restaurant, die Wartezeit zu überbrücken. Aber stundenlanges Warten, womöglich noch mit kleinen Kindern ist nicht das, was man sich unter einem entspannten Urlaub vorstellt.

Gibt die Airline in diesem Fall Gutscheine für Verpflegung aus, geben sich viele Reisende damit zufrieden. Was sie nicht wissen: Sie schöpfen damit bei weitem nicht die Ihnen zustrehenden Fluggastrechte bei Verspätung aus. Erreicht ein Fluggast sein Ziel mehr als drei Stunden nach der ursprünglich festgelegten Ankunftszeit, kann er für diese Flugverspätung nämlich eine erhebliche Entschädigung verlangen.Und die fällt nicht zu knapp aus. Je nach Länge der Flugstrecke ist ein Schadensersatz zwischen 250 Euro (bei einer Strecke bis 1500 km), 400 Euro (bei innereuropäischen Flügen und Interkontinentalflügen bis 3000 Kilometer) und 600 Euro (bei Langstreckenflügen) drin.

Grundlage für die Entschädigung bei Flugverspätung und Flugannullierung, ist die so genannte Fluggast-Rechteverordnung Nr. 261/2004 der Europäischen Gemeinschaft. In den letzten Jahren wurde der dort festgelegte Anspruch auf Schadensersatz auch vom europäischen Gerichtshof und sogar vom Bundesgerichtshof (Urteil vom 18. Februar 2010 – Xa ZR 95/06) für den Fall einer mehr als dreistündigen Flugverspätung bestätigt.

Von dieser Pflicht zur Entschädigung ist die Fluggesellschaft nur befreit, wenn sogenannte 'außergewöhnliche Umstände' vorliegen, dies ie allerdings beweisen muss. Aussergewöhnliche Umstände sind alle Vorkommnisse, auf die die Airline keine Einflussmöglichkeiten hat, wie zum Beispiel schlechte Wetterbedingungen oder Streik. Anders sieht es  bei einem seltenen technischen Defekt und auch bei Vogelschlag aus. Bei beiden bejahen die Gerichte einen Zusammenhang mit dem Flugbetrieb, so dass die Fluggesellschaft sich nicht auf  'außergewöhnlichen Umstände' berufen kann. Auch in diesen Fällen muss sie für die Flugverspätung eine Entschädigung zahlen.

Wer sich nun entscheidet und seine Fluggastrechte geltend machen will, findet auf den Seiten der Verbraucherzentrale Baden Württemberg den entsprechenden Fluggastrechte - Musterbrief zum kostenlosen Herunterladen. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass sich die Fluglinien wenig kooperativ zeigen. So wird das Verfahren gern in die Länge gezogen, werden zig Belege angefordert  und auf  Anfragen mit Formbriefen reagiert. Schließlich ist es ganz im Sinne der Airlines, wenn Reisende entnervt aufgeben und nur eine Minderheit ihre Ansprüche auf Schadensersatz konsequent, notfalls auch vor Gericht, durchsetzt. 

Wesentlich stressfreier geht das mit Hilfe des Verbraucherportals flightright.de. Der Dienstleister überprüft zunächst Ihre Fluggastrechte wegen Verspätung oder Flugausfall und macht dann eine Entschädigung in Ihrem Namen gegenüber der Fluggesellschaft geltend. Zur Not auch vor Gericht. Und das ganz ohne finanzielles Risiko für Sie. Kosten fallen nur an, wenn Flightright Ihre Ansprüche erfolgreich durchgesetzt hat. Erst dann behält Flightright 25 Prozent der ausgezahlten Entschädigung ein. Wer vorab klären möchte, ob ihm eine Entschädigung zusteht, kann seine Flugnummer und Abflugtag in den kostenlosen Entschädigungsrechner auf flightright.de eingeben und seine Erfolgsaussichten prüfen.

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