Schiedsmann hilft gratis bei Ärger mit Online-Reisebuchung

Bild: © oneblink1 - Fotolia.com

Wer eine passende Urlaubsreise buchen möchte, muss schon lange nicht mehr persönlich den Gang ins nächste Reisebüro antreten. Stattdessen liegt es ganz im Trend, das gewünschte Urlaubsschnäppchen über eins der zahlreichen Urlaubsportale online zu buchen. Einschlägige Seiten wie expedia.de, opodo.de oder auch lastminute.com machen auch ohne persönliche Beratung Urlaubswünsche wahr. Die Vorteile der Online-Buchung sind enorm: Als Kunde ist man nicht mehr auf lästige Öffnungszeiten angewiesen, kann auf Mausklick die Angebote und Preise der Reiseveranstalter vergleichen oder auch spannende Hotelbewertungen von anderen Urlaubern durchlesen. Zudem funktioniert die Online-Buchung im Regelfall wesentlich fixer als die Buchung im heimischen Reisebüro um die Ecke.

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Was aber, wenn bei der Buchung Fehler passieren, der Klickfinger nun doch ein wenig zu schnell war und der Flug nun für ein falsches Datum geordert wurde? Was passiert, wenn Reisemängel die Urlaubsstimmung vermiesen, das Hotel hoffnungslos überbucht ist oder der Koffer samt schönem neuen Outfit beim Flug beschädigt wurde?

Stellt sich das Online-Reisebüro in solchen Fällen quer und zeigt kein Interesse an einer einvernehmlichen Lösung, sollten Sie nicht sogleich überstürzt den Gang zum Kadi antreten. Das könnte im Zweifelsfalle teuer werden, dauert nicht selten monatelang und muss nicht unbedingt erfolgreich enden.

Wer auf Nummer sicher gehen will und von einem echten Profi die Rechtslage überprüfen lassen möchte, bevor er übereilt klagt, hat stattdessen folgende tolle Möglichkeit:

Urlauber, die Streit mit Online-Reisebüros haben, können seit einiger Zeit völlig kostenlos die Hilfe einer sogenannten Reise-Schiedsstelle in Anspruch nehmen. Mit Professor Ronald Schmid, einem ehemaligen Justitiar des Ferienfliegers Aero Lloyd und heutigem Professor für Reise- und Luftverkehrsrecht steht Ihnen dort ein absoluter Experte zur Seite, der sich auf seinem Gebiet bestens auskennt.

Ganz ohne Honorar hört sich Professor Schmid die Sachlage an, versucht zwischen den Parteien zu vermitteln und erarbeitet letztendlich einen schriftlichen Lösungsvorschlag, wie aus seiner Sicht eine faire Einigung stattfinden soll. Dabei sind die Parteien selbstverständlich nicht an seinen Vorschlag gebunden. Wollen Sie den Vergleich nicht akzeptieren, steht es Ihnen nach wie vor frei, vor Gericht zu ziehen und Ihr gutes Recht einzuklagen.

Eine kleine Einschränkung ist noch zu vermelden: Nur wer bei einem dem Verband Internet Reisevertrieb angeschlossenen Unternehmen gebucht hat, kann sich auch an den Schlichter wenden. Zur Zeit sind das 18 Unternehmen, darunter auch die meisten bekannten Namen wie lastminute.com, ferien.de, oder ebookers.com.

Eine Liste aller angeschlossenen Online-Reisebüros können Sie an dieser Stelle einsehen.

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