Giftige Pflanzen im Garten - Diese Pflanzen den Kindern zuliebe besser meiden

Bild:© Kanusommer - Fotolia.com Giftige Pflanzen

Giftige Pflanzen sind tückisch, denn meistens sehen sie ganz harmlos oder sogar sehr hübsch aus; viele davon, wie etwa das Maiglöckchen, sind beliebte Gartenpflanzen, denen niemand etwas Böses zutrauen würde. Gerade deswegen ist es wichtig, die Gartenbepflanzung einmal genau zu überprüfen – ganz besonders dann, wenn in Deinem Garten kleine Kinder spielen.

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Gefährliche Schönheiten
Natürlich möchte man für seinen Garten nur die schönsten Pflanzen haben. Dennoch solltest Du bei der Auswahl nicht nur nach der Optik gehen, sondern in einem zweiten Schritt auch immer überprüfen, ob der tolle neue Frühlingsblüher oder der üppige Strauch nicht zu den giftigen Pflanzen gehört: Mehr als 100.000 Kinder müssen jedes Jahr wegen Vergiftungen zum Arzt, ein guter Teil davon ist mit Giftpflanzen im Garten in Berührung gekommen.


Warum sind gerade Kinder gefährdet?
Giftige Pflanzen sind für Kinder viel gefährlicher als für Erwachsene. Das liegt daran, dass Kinder in einem bestimmten Alter alles Neue zuerst einmal in den Mund stecken. Das ist ganz normal und deren Art, die Welt zu erkunden, kann aber manchmal auch schlimme Folgen haben.

Auch der Geschmackssinn von Kindern ist noch deutlich weniger ausgeprägt als der eines Erwachsenen, sodass es recht unbeeindruckt auch bittere Pflanzen kaut, die man selbst schon längst wieder ausgespuckt hätte. Auch ältere Kinder, die es eigentlich bereits besser wissen müssten, lassen sich noch sehr leicht von bunten Beeren zum Naschen verführen und kommen so mit giftigen Pflanzen in Berührung.


Giftpflanzen - was bedeutet das eigentlich?
Giftige Pflanzen sind Pflanzen, die sich auf die Gesundheit nachteilig auswirken können. Klar ist aber auch, dass in vielen Fällen die Dosis das Gift ausmacht. Das beste Beispiel ist Digitalis, besser bekannt als Roter Fingerhut. Er wird bereits seit Jahrhunderten gegen Herzinsuffizienz verwendet und ist Bestandteil verschiedener Herzmedikamente. Dennoch ist die Pflanze hochgiftig und kann zu Halluzinationen und Herzrhythmusstörungen führen, im schlimmsten Fall sogar zum Tod.


Was Giftpflanzen bewirken
Je nachdem, mit welcher Pflanze man es zu tun hat, können giftige Pflanzen für Menschen ganz unterschiedliche Folgen haben, die von leichtem Unwohlsein bis hin zum Herzstillstand reichen. Relativ häufig kommen Erbrechen und Durchfall vor. Es handelt sich dabei um Selbstschutzmaßnahmen des Körpers, der auf diese Weise versucht, die giftigen Pflanzen so schnell wie möglich wieder aus dem Körper zu befördern. Weitere Vergiftungssymptome sind Schwindelgefühle, Leibschmerzen, Herzrasen, Krampfanfälle oder Lähmungserscheinungen.


Den Garten sicher bepflanzen
Da Giftpflanzen für Kinder gefährlich sind, sollte im Garten nichts wachsen, das Du nicht benennen kannst und von dem Du nicht mit Sicherheit weißt, dass es ungiftig ist. Wenn Du den Garten neu bepflanzt, solltest Du beim Einkauf eine möglichst umfassende Liste mit giftigen Pflanzen dabei haben und alles beim Gärtner stehen lassen, was dort genannt wird.

Die folgende kleine Liste enthält einige beliebte Gartenpflanzen und die möglichen Vergiftungserscheinungen, die sie hervorrufen können. Sie ist nicht vollständig, das bedeutet, dass eine Pflanze, die dort nicht aufgeführt ist, dennoch giftig sein kann.



Blauregen: Verdauungsstörungen,     Buchsbaum: Erbrechen, Krämpfe
Kreislaufprobleme

Blauregen                     Buchsbaum
Bild:©stocksberger-Fotolia.com           Bild:©Marina Lohrbach-Fotolia.com


Christrose: Kratzen in Mund und Rachen, erhöhter Speichelfluss, erweiterte Pupillen

Christrose
Bild:©babsi_w-Fotolia.com


Efeu: Hautentzündungen, Brennen     Eibe: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,
im Rachen, Erbrechen, Durchfall,        Herzrasen   
Fieber

Efeu                       Eibe
Bild:©Andrea Wilhelm-Fotolia.com         Bild:©SusaZoom-Fotolia.com


Eisenhut: Herz-/ Atemlähmung          Goldregen: Übelkeit, Erbrechen,    
                                                        Leibschmerzen, Bewusslosigkeit,
                                                        Krampfanfälle, Kreislaufversagen
Eisenhut                      Goldregen
Bild:©emer - Fotolia.com                      Bild:©LianeM-Fotolia.com


Kirschlorbeer: Leibschmerzen,         Liguster: Erbrechen, Durchfall
Übelkeit

Kirschlorbeer                      
Bild:©D. Fabri-Fotolia.com                     Bild:©ingwio-Fotolia.com


Lupine (gelb und blau):                    Maiglöckchen: Erbrechen, Durchfall
Erbrechen, Durchfall,
Herzrhythmusstörungen

Lupine                      Maiglöckchen
Bild:©Maksim Shebeko-Fotolia.com       Bild:©dusk - Fotolia.com


Oleander: Verdauungsbe-                 Schneebeere: Leibschmerzen,
schwerden                                        Erbrechen

Oleander                     Schneebeere
Bild:©natuska106-Fotolia.com             Bild:©lochstampfer-Fotolia.com


Stechapfel: Halluzinationen, trockene Schleimhäute, Rötung des Gesichts, beschleunigter Puls, erweiterte Pupillen, Gleichgewichts- und Sehstörungen, Krampfanfälle

Stechapfel
Bild:©Franziska Krause-Fotolia.com



All diese oben genannten giftigen Pflanzen sollten in Deinem Garten keinen Platz finden, wenn Du kleine Kinder hast.


Veröffentlicht von: Nadine Winkler

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