Minijobs - Gutes Nebeneinkommen mit Hindernissen

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Es sitzt bei Ihnen leider nicht immer so locker das Geld in der Tasche: Minijobs sind die Lösung. Diese sogenannte geringfügige Beschäftigung spült wieder ein bisschen Bargeld ins Portemonnaie. Schön, sich auch mal etwas leisten zu können oder andere zu verwöhnen.


Was sind Minijobs?
Den Begriff Minijob kennen die meisten. Was genau dahinter steckt, wissen aber nur wenige. Genau, bei einem Minijob verdient der Arbeitnehmer maximal 450 Euro im Monat. Sein Nettogehalt entspricht dem Bruttogehalt. Das Positive für Sie dabei ist, dass Sie als Arbeitnehmer keine Sozialabgaben zahlen müssen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich mit gar keinem Papierkram beschäftigen müssen. Tragen Sie dafür Sorge, dass Ihr Beschäftigungsverhältnis bei der Bundesknappschaft angemeldet ist.

Im schicken Neudeutsch heißt die Bundesknappschaft heute auch Minijob-Zentrale. Ihr Arbeitnehmer muss Ihren Minijob dort anmelden. Er muss auch geringe Abgaben an die Sozialversicherung zahlen. Das heißt, Sie erarbeiten sich mit einem Minijob auch Anspruch auf Rente. Insgesamt 15% des Gehaltes muss der Arbeitgeber an die Rentenkasse überweisen. Das entspricht nicht dem Pflichtbetrag von 19,9%. Sie haben aber die Möglichkeit den Anteil des Arbeitgebers durch einen Betrag von rund 5% Ihres Gehalts aufzustocken. Ja, viele Zahlen. Aber im Endeffekt bedeutet es, dass Sie für Ihre Zukunft Sorge tragen.


Krankenversicherung bei Minijobs
In der Regel sind Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung. Ihr Krankenschutz wird bei einem Minijob auch durch den Arbeitgeber sichergestellt. Dieser zahlt 13% des Gehalt für Ihre Minijob Krankenversicherung. Wenn Ihr Minijob nicht über die Lohnsteuerkarte abgerechnet wird, fällt eine Pauschalsteuer von 2% an. Diese zieht die Bundesknappschaft auch bei Ihrem Arbeitgeber ein. Ihr Monatgehalt muss aber insgesamt über 155 Euro liegen, sonst müssen Sie mit anderen Prozentsätzen jonglieren. Rechnen Sie alles noch einmal nach mit Hilfe des Minijobrechners von der Bundesknappschaft, diesen finden Sie hier.


Mehr als 450 Euro im Monat möglich?
Was ist aber, wenn Ihr Bundesknappschaft Minijob mit nur einem Cent mehr als 450 Euro im Monat entlohnt wird? Dann sollten Sie schon einmal Sorgenfalte machen üben. Wenn das Gehalt in der Gleitzone liegt, also zwischen 450,01 und 800 Euro, dann schlittern Sie in einem versicherungspflichtigen Gebiet umher. Aber es ist noch nicht ganz so glatt: Sie zahlen nur reduzierte Sozialabgaben. Ihr Arbeitgeber muss in jedem Fall volle Abgaben zahlen. Als Gleitzonen-Arbeiter zieht nicht die Bundesknappschaft, sondern Ihre Krankenkasse die Sozialabgaben ein. 


Fazit:
Ihre Minijobs sollten Sie sich also genauer aussuchen und die Abgaben kontrollieren.    

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