Modetrends im Sommer 2012 - Pasteltöne - Pudriger kann es nicht werden

Bild:prshots.com - Matalan SS12

Die Farbpalette der Modetrends im Sommer 2012 sieht fast aus wie die Auslage in einem Eiscafé. Die knalligen, lauten Farben des letzten Sommers werden in diesem Jahr nämlich durch pudrige Pastelltöne abgelöst. Und die sind so weich und sanft, dass sich die Modewelt einen neuen Begriff dafür hat einfallen lassen: Sorbetfarben. Anknabbern oder Schlecken ist leider nicht möglich, obwohl die Pastelltöne cremigem Eis wirklich zum Verwechseln ähnlich sehen. Und sie hätten soviel weniger Kalorien als ein Sahneeis.

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Die Farbtrends

Einmal Schlumpfeis, Wassermelone und Ananas, bitte! Diese leckere, fruchtige Kombination gibt es nicht nur in der Waffel auf die Hand, sondern auch in der Garderobe der Fashionistas in diesem Sommer. Die Farbe Schlumpfeis wird Fashionistas in diesem Sommer in Kombination mit anderen Pastelltönen begegnen oder aber als Grundfarbe im Design. Versus, Versace und Diane von Furstenberg sind bereits auf den Zug "Schlumpfeis" aufgesprungen. Beim Anblick ihrer Kleider, Jumpsuits und Kostüme kommen Kindheitserinnerungen an zu viel Farb- und Aromastoffe hoch. Der Thailänder Philip Lim ist einer der Rising Stars der Modeszene. In seiner Modenschau mit den Modetrends für den Sommer machte er vor, wie man Pastelltöne in diesem Jahr kombiniert. Am besten Frau trägt sie mit anderen gedämpften Tönen. Im Eisbecher mixt man ja auch ungern Schokoeis mit Wassermelone. Aprikose und Heidelbeer passen zum Beispiel auch zu einer weißen Marlenehose. Keine Angst davor, zu blass zu wirken!

Elfenhaftes Moosgrün, das mal ins Türkis umkippt, ist einer der heißesten Modetrends im Sommer. Versace hat in seiner aktuellen Kollektion zum Beispiel ein Bandeaukleid und ein Kostüm aus Rock und Blazer in der Farbe Moosgrün. Bei Rochas wirkt die Farbe mehr blaustichig. Die Designs bei Rochas bestechen durch ihren simplen Schnitt, durch den die pudrigen Farben noch besser zur Geltung kommen. Louis Vuitton interpretiert das Thema Sommer ganz klassisch. Bei dem Franzosen stehen ein blasses Sonnengelb und Weiß im Vordergrund. Die Kleider sind mit aufwendiger Lochspitze verziert, die unter Organza-Schichten hervorlugt oder von Straußenfedern akzentuiert wird.

Wie kann man den Modetrend im Sommer 2012 noch weiter denken und steigern? Ganz einfach: Pastelltöne werden so pudrig, dass sie durchsichtig werden. Valentino zeigt, dass Pastelltöne sogar in mehreren Chiffonschichten noch durchsichtig sein können; so leicht und luftig sind seine Stoffe. Christian Dior präsentierte in seiner Show künstlerisch drapierte, weiße Kleider, die neben einem teifen Ausschnitt noch mehr Einblicke gewährten. Und Sorbeteis kann man sich nicht nur um die Hüfte schlingen, sondern auch als Haarpracht tragen. Den Trend haben - wie soll es anders sein - besonders exzentrische Stars hervorgebracht: Katy Perrys Haare sind derzeit schlumpffarben, Lady Gagas mal weiß, gelb oder rosa. Und der New Yorker Designer Narciso Rodriguez ließ seine Modelgazellen in seiner letzten Modenschau mit Haaren in der Farbe von Vanilleeis über den Catwalk stolzieren. Die Modetrends im Sommer 2012 sind zwar blass, aber nicht langweilig.



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