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Fußball für Frauen: Abseits-Regel leicht gemacht

Bild: ©Heraklit /flickr.com

Von wegen, Frauen verstehen nichts vom Fussball und vom Abseits schon mal gar nichts. Wer bislang noch skeptisch war, konnte spätestens bei der vergangenen EM beobachten: Frauen sind nicht nur eindeutig vom Fussball-Virus infiziert, sondern können in Sachen Regeln auch prima mit den Männern mithalten.

Auch wenn Männer gern behaupten, wir hätten keinen Fussballverstand und überhaupt wären die Regeln viiiiel zu kompliziert. Glauben Sie es nicht. Die Wahrheit ist: Angesichts der kommenden Bundesligasaison haben die armen Männer nur Angst , dass wir ihre letzte Männerdomaine erobern könnten. Ausgelassene Samstage im Stadion im Kreise ihrer Freunde - jahrzehntelange ungezwungene Männerwelt, Fluchen und Johlen inklusive-  flötenpiepen, wenn die liebe Freundin unbedingt dabei sein will. Da lässt man sich aus Sicht der Männer schon einiges einfallen, um das Interesse von uns Frauen möglichst im Keim zu ersticken: Bestes Beispiel: Die Abseits-Regel.

Aber die ist schnell durchschaut.
Denn Abseits ist: - Wenn der Schiri pfeift. Na also :-)

Aber Spaß beiseite: Allen Frauen, die es genau wissen wollen, was es so auf sich hat, mit der ominösen Abseits-Regel, sei die folgende kleine lehrreiche Geschichte ans Herz gelegt. Und um allen Klischees gerecht zu werden, geht es um unser vermeintliches Lieblingsthema -  Ums Schuhe kaufen, natürlich:


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Ein erfolgreicher Einkaufsmarathon geht zu Ende, erschöpft will A nur noch einen klitzekleinen Blick in ihren Lieblingsschuhladen gleich um die Ecke werfen. Nach intensivem Stöbern trifft sie fast der Schlag: Die schon so lange ersehnten rosa High Heels der Marke “Prahla” warten hier zum Schnäppchenpreis. Doch A’s Größe 38 scheint vergriffen.

Frustriert greift sie sich ein Paar Öko-Wollsocken, Marke "gut und kratzig" und geht zur Kasse.  Vor A hat sich bereits Kundin B eingereiht, eine aufgebrezelte Endvierzigerin, die ihre Gesichtsmimik mit einer Extraportion Botox unter Kontrolle gebracht hat. Kassiererin und Kundin B unterhalten sich im angeregten Plauderton, sie scheinen sich zu kennen.




A lauscht dem Gespräch einen Moment, bevor ihr Blick auf die steile Regalwand hinter der Kassiererin fällt. Ihr wird plötzlich heiß, während ihr Blick sich an 2 hohen rosa Absätzen festsaugt, die unübersehbar aus einem unscheinbaren Schuhkarton lugen. Ist das denn ein Sechser im Lotto? Dort stehen besagte High Heels, in die sie sich noch wenige Minuten zuvor unglücklich verliebt hatte – und zwar in ihrer Größe 38.Das Gespräch vor ihr bricht abrupt ab. Aus den Augenwinkeln registriert A, dass auch B wie hypnotisiert auf den Karton samt High Heels starrt. Die will doch nicht etwa auch .... Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. A bricht der Schweiß aus, als ihr siedendheiß einfällt, dass sie nicht mehr genügend Geld im Portemonnaie hat. Aber auch B zögert, ihr scheint es ähnlich zu gehen. Vordrängeln ohne Geld, ob sanft oder mittels Bodycheck, macht somit keinen rechten Sinn. A’s Freundin C, die bislang noch unentwegt Schuhe anprobiert hat, erkennt plötzlich die Situation. Mit einer eleganten Bewegung aus dem Unterarm heraus schmeisst sie ihr Portemonaie über B hinweg nach vorn. Während es noch fliegt, umrundet A die trantütige B, fängt den Geldbeutel und greift sich unter einem Freudenjuchzer den ersehnten Karton samt High Heels, um zu bezahlen.      

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“Und was hat das jetzt alles mit Abseits zu tun??” fragen sich jetzt die aufmerksamen Leserinnen.
Hier die Erklärung: Ob Traumschuh oder nicht, die liebe A darf nicht die Nerven verlieren, sondern erst dann zum Überholen ansetzen, wenn der Geldbeutel bereits in der L u f t ist, Freundin C also bereits geworfen hat. Überrundet A die B schon früher, ist sie nämlich ganz klar im “A B S E I T S”. Und nix wärs mit den schönen Stöckeldingern. Das heisst, A darf im Zeitpunkt des Wurfs allerhöchstens auf gleicher Höhe mit ihrer Widersacherin B, nicht aber vor ihr sein.


Auf die wunderbare Welt des Fussballs übertragen heisst das dann:

Eine Spielerin (A) steht im Abseits, wenn sie in dem Augenblick, in dem ihr der Ball (Portemonnaie) von einer Mitspielerin (Freundin C) zugespielt (zugeworfen) wird, selbst näher an der Torauslinie (Kasse) steht, als die vorletzte Spielerin (Kundin B) der anderen Mannschaft. Angenommen der Torwartin (Kassiererin) ist die räumlich gesehen letzte Spielerin des Gegners, dann steht die angreifende Spielerin (A) im Abseits, wenn zum Zeitpunkt der Ballabgabe (Wurf) nur noch die gegnerische Torwartin (Kassiererin) als einzige Spielerin zwischen der Angreiferin (A) und dem Tor (High Heels) steht.

Klitzekleine Einschränkung: Bei Einwürfen, Abstoß vom Torwart oder Eckstößen gilt die Abseits-Regel nicht.

Alles verstanden? Nein? Dann einfach hören, ob der Schiri pfeift :-)




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