Schluß mit dem Fehlkauf - Kleider, Hosen & Co überlegt kaufen

Bild:© photoCD - Fotolia.com

Anzeige

Mal angenommen, Sie erhalten das unglaubliche Angebot, einen prall gefüllten Kleiderschrank mit neuen Klamotten der aktuellsten Modetrends zu bekommen - Was würden Sie für dieses aussergewöhnliche Geschenk tun? Na, mal ehrlich?

Der amerikanische Großkonzern Unilever gab im Jahr 2007 in den USA eine Umfrage in Auftrag, bei der 1.000 Frauen auf die Frage  "Wie lange würden Sie für einen Kleiderschrank mit neuer Kleidung auf Sex verzichten?" eine Antwort geben sollten. Und, was meinen Sie, waren die Antworten der Frauen? Um es kurz zu machen, die Amerikanerinnen stehen eindeutig mehr auf Kleider als auf Sex. Die Mehrheit würde für einen Kleiderschrank mit neuer Kleidung ganze 15 Monate enthaltsam leben, ein kleiner Teil von 2 Prozent würde sogar bis zu 3 Jahre ausharren. Die amerikanischen Männer scheinen ziemlich schlechte Liebhaber zu sein :-)

Naja, Themawechsel: Männern wird oft nachgesagt, sie seien "Jäger und Sammler", aber was bitte schön sind wir Frauen dann, wenn es um die Mode geht? Schaue ich zum Beispiel in meine Schränke, gibt es da immer wieder Teile, die trostlos und bisher ungetragen auf den Kleiderbügeln hängen. Was mich einst als tolles Schnäppchen anlachte, entpuppte sich später ganz klar als modischer Fehlgriff.

Dabei kann man Fehlkäufe viel leichter vermeiden, als man denkt. Die folgenden 11 Punkte helfen, so manchen Fehlkauf bereits im Vorfeld zu verhindern:


11 Shoppingregeln, um Fehlkäufe zu verhindern

 
Regel 1: Keine Panikkäufe tätigen
Ganz in Ruhe und entspannt auf Shopping-Tour gehen, Schnellkauf-Aktionen vermeiden. Kaufentscheidung unbedingt auf den nächsten Tag verschieben, wenn man sich nicht sicher ist

Regel 2: Die beste Freundin mitnehmen
Gehen Sie mit Ihrer besten Freundin shoppen, sie berät knallhart, aber ehrlich und kennt Ihren Typ, Geschmack und Kleidungsstil.

Regel 3: Auf das Bauchgefühl hören
Auch wenn die Verkäuferin noch so nett ist und Ihnen gut zuredet, wenn Sie sich schon im Geschäft mit dem Teil nicht wohl fühlen, bitte sofort die Finger davon lassen – hier herrscht akute Fehlkaufgefahr

Regel 4: Finanzielles Limit festlegen und Einkaufs-Liste machen
Schon vor der Shoppingtour überlegen, was man in welchem Farbton benötigt und vor allem, wieviel Geld man hierfür ausgeben kann. Zu Erinnerung Zettel im Portemonnaie deponieren

Regel 5: Nicht viel Geld für aktuelle kurzlebige Trends ausgeben
Aktuelle Modetrends möchte jede Frau gern tragen, aber lohnt es sich, für schnelllebige Trends viel Geld auszugeben? Modeunternehmen wie H&M oder Zara bieten aktuelle Trends der Saison zu günstigen Preisen. Da macht es dann nichts, wenn das ehemals hippe Teil in der nächsten Saison in den Altkleidersack wandert.

Regel 6: Vorteile von Online-Shopping nutzen
Ab und zu auch online shoppen – Die bestellte Kleidung kommt bequem per Päckchen nach Hause und kann ganz in Ruhe mit anderen Teilen aus dem Kleiderschrank vor dem Spiegel kombiniert und ausprobiert werden. Gefällt sie nicht, kann die Ware innerhalb von 14 Tagen bequem zurück geschickt werden.

Regel 7: Auf gute Qualität achten
Was nützt ein Schnäppchen, wenn es schon nach drei Wäschen Farbe und Form verliert. Ausnahme höchstes bei modischen Trendteilen, siehe Regel 5

Regel 8: Nicht allein vom Preis locken lassen
Sonderangebote haben ihren ganz besonderen Reiz. Aber bitte niemals Kleidung kaufen, nur weil sie im Preis herabgesetzt wurde. Ob günstig oder nicht, sie muss Ihnen voll und ganz gefallen. Tragen Sie das Teil später nicht, ist jeder einzelne Euro, den Sie für das Schnäppchen gezahlt haben, ein Euro zu viel.

Regel 9:
Basic-Kleidungsstücke in hochwertiger Qualität kaufen
Basic Teile kommen nicht aus der Mode und werden daher viele Saisons getragen. Hier also unbedingt Markenqualität kaufen, die dann mit saisonalen Trendteilen kombiniert werden kann. Bestes Beispiel die klassische weiße Bluse oder die Lieblings-Markenjeans.

Regel 10: Kleidung farblich kombinieren
Zum eigenen Kleidungsstück farblich das passende zu finden, ist schwieriger, als man denkt. Wer keinen farblichen Reinfall erleben möchte, sollte besser das zu kombinierende Kleidungsstück zum Einkauf mitnehmen und noch im Laden selbst an die neue Kleidung halten. Sich bei der Farbe allein auf sein Gedächtns zu verlassen, kann nämlich ziemlich daneben gehen. Dazu gibt es einfach viel zu viele Farbnuancen.

Regel 11: Nicht jeden Modetrend mitmachen
Nicht gleich jeden Modetrend mitmachen, nur weil er gerade die Laufstege erobert. Was Kate Moss steht, muss noch lange nicht vorteilhaft für Sie sein. Machen Sie einen Trend nur mit, wenn er wirklich zu Ihnen, ihrer Figur und ihrem Stil passt. 

Und wenn der Fehlkauf schon passiert ist? -Swapping!

Seien wir doch mal ehrlich, fast jede Frau hat mindestens einen modischen Fehlkauf im Schrank, von dem sie sich gern trennen würde, der aber viel zu schade zum Wegwerfen ist. Wenn Sie also bisher nicht wussten, was Sie mit der Hose machen sollen, die Ihnen, geben wir es mal zu, schon beim Kauf ein kleines bisschen zu klein war, aber einfach soooo gut aussah, dann ist eine Swapping-Party perfekt für Sie.

Sie wissen nicht, was Swapping ist? Kurz gesagt ist Swapping ein Kleidertausch ohne Bezahlung. Das Prinzip ist einfach: Tausche ungeliebtes Kleidungsstück, das unnötig meinen Kleiderschrank verstopft, gegen ein anderes schöneres Stück.


So funktioniert Swapping

Den meisten Spaß bringt so ein Klamottentausch im Rahmen eines lustigen Mädelabends. Hierfür eine überschaubare Zahl von Freundinnen zur Tauschparty nach Hause einladen. Jede bringt 5-10 eigene Kleidungsstücke oder Accessoires zum Tauschen mit, die sie abgeben möchte. Wobei Ladenhüter und arg abgenutzte Kleidung aus Gründen der Fairness natürlich zu Hause bleiben sollten.

Sämtliche Kleidungsstücke werden zum Tauschen in der Mitte des Zimmers gestapelt und nun kann für alle das fröhliche Wühlen nach Schnäppchen beginnen. Da es bei Swapping in der Essenz immer noch um Frauen und Mode geht, müssen dabei allerdings bestimmte Regeln herrschen. Wir wollen ja kein Haargezerre und Gezicke auf der Swapping-Party :-)


Regeln beim Swappen

In der Regel gibt es eine Mindestanzahl von Modeartikeln, die zur Party mitgebracht werden müssen. Jede darf genauso viele Teile, wie sie zum Tauschen abgegeben hat, auch wieder mitnehmen. Natürlich nur viel schönere :-) Alle Teile die bis zum Ende des Abends kein Herz einer Fashionista erobern konnten, werden gespendet.

Swapping-Parties können natürlich auch im großen Stil organisiert werden oder nur auf Designer-Kleidung spezialisiert sein. In Hollywood und in zeitweise geöffneten Swap-Shops, wie dem Visa Swap Shop, der in Berlin und London bereits seine Türen für begeisterte Tauscher eröffnet hat, wird übrigens nicht nach Masse, sondern nach Wert der Ware umgetauscht. Die Designerkleidung wird zuvor beim Veranstalter abgegeben, der sie schätzen lässt. Den Gegenwert für die mitgebrachte Kleidung gibt es als Jetons ausgehändigt oder auf einer Karte gespeichert, mit der dann im Swap-Shop eingekauft werden kann.

Übers Swapping freut sich übrigens nicht nur Ihr Kleiderschrank und Ihr Fashionista-Herz, sondern auch die Umwelt. Nicht selten wird nigel-nagel-neue Kleidung weggeworfen, statt verschenkt oder zumindest recycelt.


Fazit:

So ein Swapping-Abend mit Freundinnen kann Sie um einige ungeliebte Stücke und Fehlkäufe ärmer und um wenige schicke Teile reicher machen. Die passen dann perfekt in Ihre Garderobe und auch in den Schrank. Umso schöner, dass sie sie keinen Cent kosten. Daneben geht Ihr überfüllter Kleiderschrank endlich wieder zu und seit langem herrscht mal wieder Ordnung in Ihrem Arsenal von Kleidern, Schuhen und Accessoires. Dazu kommt noch das gute Gefühl, etwas für die Umwelt getan zu haben. Ach ja, Kleidertausch kann so schön sein :-)