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Bild: © Verband clubfreier Golfer (VcG)
Golf spielen wird zum neuen Trendsport – und das völlig zu Recht. Oder können Sie mir eine Sportart nennen, die sich günstig auf die Kondition auswirkt und gleichzeitig Koordination und mentale Stärke trainiert?
Ja, Sie haben richtig gehört, Kondition. Wer dem alten Klischee Glauben schenkte, Golfen sei Sport für Leute ab 70, die schon zu klapprig für „echten“ Ausdauer-Sport seien, ist spätestens nach einer einzigen 18-Loch-Runde mit Golfgepäck eines besseren belehrt. Die Kalorien purzeln kräftig, wer während einer 18 Loch-Runde in zügigem Tempo quer über den Golfplatz läuft, den Golfball über den Platz treibt und dabei noch 14 Golfschläger samt Tasche schleppen muss, hat immerhin schlappe 1000 Kalorien verbrannt.
Und auch die zum Golfen nötige Körper-Koordination wird von Nichtgolfern unterschätzt. Von wegen „Golfen fange ich im Alter an“. Schon beim ersten Besuch auf der Übungsrange wird klar: Golfen erfordert extreme Beweglichkeit und die nimmt im Alter leider ab. Klar, bei den Profis im Fernsehen sieht alles ganz einfach aus. Da dreht Profi-Golferin Lorena Ochoa geschmeidig ihren Oberkörper, holt elegant aus, schlägt, und der Ball fliegt. Doch der schöne Schein trügt. Wer einmal versucht hat, einen kleinen steinharten Ball in Größe eines Tischtennis-Balls mit einer Art verlängertem Schuhlöffel so zu treffen, dass er rund 100-200 Meter gerade aus fliegt, weiß, was ich meine :-)