Scheidenpilz - Drei von vier Frauen kennen das Problem

Bild:©Hermann Danzmayr-Fotolia.com

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Drei von vier Frauen haben in ihrem Leben einmal einen Scheidenpilz. Das Thema Pilzinfektion der Scheide ist lästig und leider nicht so leichtfertig abzutun. Wenn das Gleichgewicht in der Scheidenflora durcheinander gerät und der Pilz Candida albicans überwiegt, kommt es zu der juckenden Pilzinfektion. Die Scheidenflora ist normalerweise sauer und liegt bei einem pH-Wert von unter 4,5. Wenn dieser erhöht ist, kann sich der Hefepilz Candida ausbreiten.


Anzeichen einer Pilzinfektion der Scheide:
Es juckt und es brennt, meist außen. Es schmerzt beim Sex. An dieser intimen Stelle des weiblichen Körpers ist das nicht gerade lustig. Wenn der Scheidenausfluss dann eine krümelige weiße Konsistenz annimmt und es zu Schwellungen kommt, sollten Sie alles stehen und liegen lassen und zum Frauenarzt Ihres Vertrauens gehen. Im Regelfall wird dann ein Abstrich gemacht, der mikroskopisch untersucht wird. Allein mit dem bloßen Auge kann Ihr Frauenarzt aber schon den weißen, krümeligen Belag auf der Scheide sehen und auf eine Pilzinfektion schließen.

Natürlich wollen Sie den unangenehmen Scheidenpilz so schnell wie möglich loswerden. Ihr Frauenarzt verschreibt Ihnen ein Antipilzmittel, ein Antimykotika. Diese Creme und die Vaginalzäpfchen werden 6-7 Tage angewendet, in den meisten Fällen sollten Sie die Creme 14 Tage lang auftragen um einen Rückfall zu vermeiden. Ihr Partner sollte sich ebenfalls behandeln lassen, auch wenn Sie bei Ihrem Partner keine Infektion erkennen können, eine Pilzinfektion wird beim Sex übertragen.

Es gibt Antimykotika die Sie rezeptfrei in der Apotheke erwerben können, die Anwendung reicht hier aber nur für 3 Tage. Und ob es wirklich eine Pilzinfektion ist, kann nur der Frauenarzt erkennen.


Tipps um eine Pilzinfektion der Scheide zu vermeiden:
- Waschen Sie nach einer Pilzinfektion Ihre Handtücher bei über 90 Grad, um die Pilze abzutöten und verwenden Sie unbedingt einen Wasch-Hygienespüler.
- Verwenden Sie keine scharfen Seifen im Vaginalbereich.
- Pflegen Sie Ihre Scheide nach einer Pilzinfektion, bewährt hat sich zum Beispiel das Mittel Multigyn ActiGel. Zu Anfang 7 Tage verwenden, danach 1x wöchentlich
- Bauen Sie nach einer Infektion die Scheidenflora mit Döderlein-Kapseln (Milchsäure) auf.
- Verzichten Sie auf zuviel Süßes.
- Tragen Sie keine Kunstfaser Slips.
- Verwenden Sie keine parfümierten Slipeinlagen


Viele Frauen schwören auf Teebaumöl, durch die Anwendung kann es aber zu einer Schleimhautreizung kommen und somit ist wieder eine freie Bahn für Pilze geschaffen.


Scheidenpilz ist keine Folge von zu wenig Intimhygiene, ganz im Gegenteil. Wer sich zu viel und mit scharfen Seifen wäscht, schädigt der Scheidenflora. Benutzen Sie pH-neutrale Seifen und Duschbäder. Verabschieden Sie sich von Ihrer synthetischen Unterwäsche. Sie staut nur die Hitze und die Feuchte und bietet dem Scheidenpilz damit eine perfekte Lebensgrundlage. Finger weg von dieser Art von Unterwäsche!

Bei einer ständig wiederkehrenden Pilzinfektion muss der Ursache auf den Grund gegangen werden. Zäpfchen allein reichen in so einem Fall nicht mehr. Geht Ihr Frauenarzt nicht auf Ihr Problem ein, wechseln Sie am besten den Arzt.

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