Was hilft gegen Cellulite wirklich? Gibt es Wundermittel?

Bild:©V&P Photo Studio - Fotolia.com Cellulite bekämpfen

Solange wir Frauen mit bangem Blick auf die Oberschenkel fragen: Was hilft gegen meine Cellulite? hat das mit der Emanzipation noch nicht so wirklich funktioniert. Dass Männer sich kaum mit der fiesen Orangenhaut herumschlagen müssen, ist schon ziemlich unfair, wie wir finden. Aber anstatt zu jammern heißt es, das Problem anpacken und zwar mit sporteln, cremen, massieren und gesund ernähren. Denn mit ein wenig Einsatz, lässt sich das Hautbild durchaus verbessern. Auch wenn es mit etwas Arbeit verbunden ist.

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Was ist Cellulite eigentlich?

Die gute Nachricht zuerst: Zumindest vom medizinischen Standpunkt aus ist Cellulite kein Problem. Die Dellen entstehen, wenn sich Bindegewebskammern mit Fettreserven füllen, dadurch ausdehnen und nach außen wölben. Wassereinlagerungen verstärken den sichtbaren Effekt. Das ist im Grunde ein ganz ungefährlicher und sogar normaler Vorgang, der beim Blick in den Spiegel aber dennoch ziemlich stören kann.


Cellulite kann grundsätzlich überall entstehen, wo sich subkutanes Fettgewebe befindet, vor allem jedoch tritt sie an Po, Oberschenkeln, Hüfte und Bauch auf. Da mit den Jahren die Elastizität des Bindegewebes nachlässt, gilt außerdem: Je mehr Kerzen auf der Geburtstagstorte, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass man sich mit der Frage beschäftigt "Was hilft gegen meine Cellulite an Oberschenkeln und Po?".


                        Hautbild Cellulite
                              Bild: © bilderzwerg - Fotolia.com

 

Warum bekommen Männer keine Cellulite?

Mutter Natur kann zwar manchmal furchtbar ungerecht sein, aber sie ist es selten grundlos: Weil sich das Fett- und Bindegewebe von Frauen während einer Schwangerschaft sehr stark ausdehnen muss, ist es ganz anders aufgebaut als das von Männern. Die Bindegewebskammern sind bei Männern nicht nur kleiner, sondern auch diagonal angeordnet, sodass sie sich nicht so nach außen wölben können. Dazu kommt noch, dass Frauen eine viel zartere, dünnere Haut haben, unter der sich die kleinen Fettansammlungen viel eher abzeichnen.


Gesunde Ernährung ist wichtig

Wer Cellulite bekämpfen möchte, sollte auf seine Ernährung achten: Zum einen begünstigen überflüssige Pfunde die Entstehung von Cellulite, zum anderen kann man mit einer optimalen Nährstoffversorgung Cellulite von innen heraus bekämpfen.

Insbesondere die Vitamine E und C sind wichtig für das Bindegewebe; enthalten ist Vitamin E unter anderem in Vollkornprodukten und Nüssen, Vitamin C in Zitrusfrüchten und Gemüse. Durch Aminosäuren und Eiweiß wird neues Bindegewebe aufgebaut, an beidem sollte also kein Mangel herrschen. Zurückhaltung ist hingegen beim Alkohol angesagt.


Sportliche Beine haben seltener Cellulite

Die beste Antwort auf die Frage "Was gegen Cellulite hilft" lautet: Sport! Muskelaktivität nämlich stärkt das Bindegewebe, regt die Durchblutung an und hilft, Wassereinlagerungen abzubauen und so die Cellulite zu bekämpfen. Das gilt im Grunde für jede Sportart, optimal ist aber eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport.


Gerätetraining im Fitnessstudio baut Muskeln auf, als Ausdauersportarten sind beispielsweise Radfahren oder Jogging geeignet. Eine besonders clevere Wahl ist Schwimmen, denn durch die Bewegung im Wasser entsteht ein Effekt, der einer Lymphdrainage nicht unähnlich ist und Wassereinlagerungen im Gewebe sanft auflöst.

Um Cellulite zu bekämpfen sind Wechselduschen sowie kreisende Bürstenmassagen vom Knöchel bis zum Oberschenkel sinnvoll. Wenn das anschließende Eincremen dann noch mit einer kleinen Massage verbunden wird,ums besser. Kleine Zupfbewegungen regen die Durchblutung an und lösen Wasseransammlungen auf.


Schönheitsprogramm gegen Cellulite

Auch Cremes und diverse Beauty-Produkte versprechen eine Cellulite Bekämpfung. Tatsächlich sind Wirkstoffe wie grüner Tee, Traubenkernöl oder Koffein durchaus geeignet, die Durchblutung zu fördern. Aaaber: Sie gelangen nicht tief genug in die Haut, um gegen Fettansammlungen und Wassereinlagerungen wirklich etwas auszurichten. Immerhin jedoch können sie die äußere Hautschicht straffen, so dass den Dellen aus den darunter liegenden Hautschichten ein gewisser Widerstand entgegengesetzt wird.

Um Cellulite zu bekämpfen sind Wechselduschen sowie kreisende Bürstenmassagen vom Knöchel bis zum Oberschenkel sinnvoll. Wenn das anschließende Eincremen dann noch mit einer kleinen Massage verbunden wird, umso besser. Besonders wirksam sind dabei kleine Zupfbewegungen, die die Durchblutung gezielt anregen.

Anti Cellulite Jeans: Die Wunderwaffe gegen ungeliebte Dellen?


Du hast alles schon einmal ausprobiert. Du hast massiert, mit Peeling gerubbelt und die Schenkel mit Koffein-Hightech-Creme eingeschmiert. Wer wirklich Cellulite bekämpfen will, der ist eben offen gegenüber allen neuen Optionen, auch wenn sie zu schön klingen, um wahr zu sein. Auch viele Jeanshersteller sind auf den Cellulite-Zug aufgesprungen und bieten seit einigen Jahren Jeans an, die unserer Cellulite den Garaus machen sollen.  "Wie soll bitte eine Hose die Fettpolster unter der Haut lösen und so die Haut glätten?", fragt sich die Skeptikerin in uns. Die Auflösung: Die Jeans sind mit Stoffen wie Koffein und Retinol getränkt (zB Wrangler Corynn), die als Wundercocktail fungieren und so die Wellen an unseren Beinen glätten sollen. Hm, ok, klingt interessant und man möchte ja sehr gern vieles glauben, siehe oben, aber da streikt unsere Vorstellungskraft dann doch ein wenig. 











 

 

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