Was kann man essen - wirklich Gänseblümchen und Löwenzahn?

Bild:©Iakov Kalinin - Fotolia.com

Melonenkerne, Gänseblümchen und Wurstpelle – was kann man essen? Mehr als frau vielleicht denkt: Vor allem Blumen sind nicht nur auf einem Esstisch in der Blumenvase schön anzusehen, sondern bestimmte Blüten von ihnen erfreuen sogar Gourmets und den Teller.

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Es gibt Zutaten, die finden nicht von vorneherein Einlass in die Küche – dabei können vor allem Blumen, wie Veilchen, Gänseblümchen, Rosen, aber auch (Un-)Kräuter wie Löwenzahnblätter oder Kapuzinerkresse Abwechslung auf den Speiseplan bringen und so manche Mahlzeit richtig aufpeppen.

Die Wurstpelle und Käserinde - Kann man die essen?
Oft stellt sich die Frage in der Küche und am Esstisch "Was kann man essen?" – nicht nur in Bezug auf Pflanzen, sondern auch auf Dinge wie Wurstpellen oder Käserinden.

So ist es in Bayern beispielsweise ungeschriebenes Gesetz, dass die Haut von Weißwürsten nicht gegessen und vor dem Verzehr komplett abgezogen wird. Auf die Pellen von Blut- und Leberwürsten sollte verzichtet werden, in der Regel können Natur- sowie Kunsthäute von der Salami jedoch bedenkenlos verspeist werden. Es sei denn, es wird vom Hersteller ausdrücklich vom Verzehr abgeraten.

Anders gestaltet es sich bei Käserinden: Prinzipiell gilt, dass die Rinde von Hartkäse, sofern sie unbehandelt ist, gegessen werden kann. Weiß man das nicht mit Sicherheit, sollte sie besser entfernt werden: Sie könnte aus Kunststoff sein, Bakterien oder Konservierungsmittel enthalten.

Melonenkerne
Melonenkerne hingegen werden vielerorts als Delikatesse betrachtet – schädlich sind sie jedenfalls nicht. Geröstet und gesalzen können sie als Snack für zwischendurch dienen. Ob das schmeckt, ist – wie so vieles – Geschmackssache.

Gänseblümchen
Die wenigsten wissen über die heilsame Wirkung von Gänseblümchen Bescheid: Sie sind blutreinigend, entschlackend und entwässernd – und außerdem schmackhaft. Was kann man essen? Die Blüten eignen sich zum Verfeinern von Salaten oder auch als Belag für das gewöhnliche Butterbrot. Einfach ausprobieren – so lautet die Devise!

Veilchen
Auch Veilchen sind ein Geheimtipp in Sachen Gesundheit: ihre Blüten wirken schleimlösend sowie entzündungshemmend, z.B. als Tee zum Gurgeln. Doch Vorsicht: Die Wurzeln dürfen nicht gegessen werden, sie können Erbrechen hervorrufen. Auch bei Hautunreinheiten oder Allergien kann Veilchensud Wunder wirken, wenn man die Haut damit abreibt. Kandierte Veilchen sind außerdem eine Delikatesse zum Naschen oder Verfeinern bzw. Dekorieren von Torten, Gebäck sowie Speisen.

Rosen
Rosen sind nicht nur hübsch anzuschauen, man kann sie auch verzehren. Was kann man bei Rosen essen? Auf die dornigen Stängel sollte man natürlich eher nicht setzen, doch alle Rosenblüten, die nicht gespritzt sind, sind essbar und sogar heilsam. Besonders lecker ist beispielsweise Rosenmarmelade oder auch Gelee – am besten geeignet ist übrigens die sogenannte Apfelrose.

Löwenzahnblätter und Kapuzinerkresse
Löwenzahnblätter werden von vielen als Unkraut angesehen, dabei lässt sich daraus ein besonders schmackhafter und gesunder Salat zubereiten, der Abwechslung in die Küche bringt – am besten man verwendet dazu frische Blätter, bevor der Löwenzahn blüht, aber Vorsicht, die Blütenstängel dürfen nicht mitgegessen werden. Dasselbe gilt übrigens auch für die orange blühende Kapuzinerkresse: Mit ihr werden Salate nicht nur optisch zum Hingucker (Blüten als essbare Verzierung, sondern auch eine Bereicherung für die Gesundheit (Blätter klein schneiden).

Beim nächsten Spaziergang also, sollten Sie einfach die Augen offen halten, denn was man essen kann, findet sich manchmal auch auf Wiesen und Feldern.

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